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Streaming kann Besitz nicht ersetzen

In einem aktuellen Fall wird mal wieder der Hauptnachteil von Streaming deutlich: Disney meint, dass Amazon-Käufer Ihre Weihnachtsfilme besser im Juli anschauen sollen, damit Disney sie zweimal verkaufen kann:

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/streaming-disney-loescht-weihnachtsfilm-fuer-amazon-kunden-a-939297.html

In einem bösen Spruch sage ich manchmal: „Mach die Augen zu, dann weißt Du, was Dir gehört!“. Genau so ist es beim Streaming von Musik und Filmen (und ähnlich auch beim EBook): Man erwirbt nur ein Nutzungsrecht und hat keinen Besitz. Der Fall im Artikel demonstriert, wie feinfühlig die Rechteinhaber damit umgehen.

Auch wenn Streaming bequem ist, man stelle sich mal nur einen finanziellen Abstieg vor. Eine CD-Sammlung, oder moderner, die MP3 Sammlung auf der Festplatte, die man in liquiden Zeiten erworben hat,  kann man weiter abhören, der Streaming-Vertrag wird gekündigt und vorbei ist es mit dem Medien-Konsum. Das für das Streaming gezahlte Geld ist trotzdem weg. Alles wird virtueller, auch unser Konsum.

ARD komplett im Netz

Die ARD haben Ihr komplettes Programm ins Web gestellt. Wenn jetzt auch noch das Depublizieren nach 7 Tagen aufhören würde, ist das richtig was für unsere (seit 1.1.2013: Zwangs-) Gebühren.

http://www.heise.de/newsticker/meldung/ARD-streamt-komplettes-Programm-von-Das-Erste-1776536.html

http://live.daserste.de/

http://www.ardmediathek.de/

Fernsehen im Netz aufnehmen

Dass die Online-Videotheken der Gebühren-finanzierten Sender Beiträge nur 7 Tage erreichbar halten und dann „depulizieren“ habe ich schon mehrfach kritisiert. Gerade hat der DLF einen Beitrag zu Online-Videotheken gebracht, der eine kleine Lösung dafür darstellt.

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/verbrauchertipp/1955280/

In dem Beitrag werden gegen Ende zwei Programme genannt, die dies in privatem Rahmen tun, und die ich auch mal testen werde:

  • http://www.streamtransport.com/
  • http://zdfmediathk.sourceforge.net/

Trend zum eBook

Anlass Tagesgespräch

Aus dem BR2 Tagesgespräch zum Thema eBook  vom 10.10.2012 waren die wichtigsten Erkenntnisse:

  • Ältere Menschen nehmen eBooks unvoreingenommener an als jüngere
  • Die Widersacher reden eher von Haptik und Geruch eines Buches als von DRM, das Problem wird von den meisten unterschätzt und zu wenig gesehen.
  • Der als technischer Experte verkaufte Vertreter der Bitkom hat wie so oft statt Fakten eher Marketing-Aussagen und Nebelkerzen im Rahmen seiner Lobbyarbeit verkündet, und das rhetorisch auch noch schlecht.

Mein Standpunkt

Das eBook wird das Papierbuch zum Großteil verdrängen und das hat schon lange begonnen. Die Frage ist nur wie. Weiterlesen