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Lüge in Kriegszeiten

Wer meinen Blog hier liest, weiß, dass ich zu den aktuelle Konflikten in Gaza und der Ukraine und der Art, wie sie uns in unseren Medien präsentiert werden, nicht still sein kann.

Der folgende Telepolis Artikel von Mathias Bröckers befasst sich mit den Thesen von Arthur Ponsonby, der den berühmten Spruch „When war is declared, truth is the first casualty“ (dt.: „Nach der Kriegserklärung ist die Wahrheit das erste Opfer.“) ersonnen hat, sowie deren Anwendbarkeit auf unsere Medienlandschaft. Er fasst die aktuelle Vorgehensweise wunderbar zusammen und verlinkt dabei auf gute Quellen und Beispiele, der Artikel ist überaus lesenswert. Auch in den Forenbeiträgen dazu verbirgt sich mancher gute Kommentar und Link.

http://www.heise.de/tp/artikel/42/42386/1.html

Fachkräftemangel oder Fachkräfte in der Mangel

Schon oft habe ich in privaten Diskussionen die Ansicht vertreten, der sogenannte Fachkräftemangel kann nicht so groß sein, sonst würden marktwirtschaftlich die Löhne für diese Tätigkeit steigen und mehr Menschen diesen Beruf ergreifen. Hätten die Altenpfleger und Erzieher ein Jahresgehalt von 100000 Euro, wäre der Mangel schnell behoben 😉 Das passiert aber nicht. Statt dessen hört man eher von Putzkräften, die nebenbei noch eine bisschen Altenpflege machen, wenn gerade keine ausgebildete Kraft da ist. Es ist wohl eher so, dass man diesen Berufen so wenig zahlt, dass es zu wenige Menschen machen wollen und können, da die Mieten und Autos auch nicht billiger werden. Hat man dann zu wenige Kräfte, kommt der geringe Personalstand zusätzlich noch billiger. Die Bedauernswerten, die gerade beschäftigt sind, müssen eben mit der hohen Belastung in dieser „Ausnahmesituation“ leben und es kompensieren, die Empfänger der Leistungen wie Kinder und Pflegebedürftige leiden darunter. Hat man schon mal gehört, dass ein Pflegeplatz im Heim billiger wird, da zu wenig Pfleger da sind und die Pflege darunter leidet? Trotzdem wird immer vom „Arbeitsmarkt“ gesprochen, einem Markt, der so gar nicht existiert, schon gar nicht für Hartz IV Empfänger.

Ähnliches in der Informatik, meinem Metier. Da werden immer wieder Green- und Blue-Card Aktionen verkündet um angeblich dringend gebrauchte ausländische Softwareentwickler ins Land zu holen. Nur die Farbe der Card wechselt, damit nicht auffällt, dass es der selbe Unsinn ist wie vor Jahren und von der damaligen Regierung anderer Couleur. Diese IT’ler kommen aber nicht, weil sie gar nicht unbedingt nach Deutschland wollen und wohl auch gar nicht so gebraucht werden. Macht wohl auch nichts, da stets darauf verwiesen wird, dass Entwicklung in Deutschland kaum mehr stattfindet, da zu teuer. Zwei widersprüchliche Aussagen. Worum geht es dabei? Sollen die Gehirne der Entwickler für die nächste Gehaltsverhandlung gewaschen werden, da doch jetzt die Blue-Card Entwickler kommen?

Mit solchen Propaganda-Mechanismen setzt sich der folgende Telepolis Artikel sehr schön auseinander:

http://www.heise.de/tp/artikel/40/40189/1.html

50 Jahre ZDF

Gestern im heute-Journal konnte man es wieder bewundern: Zur „Kriegserklärung“ von Nordkorea wurde ein langer Beitrag zu dem Land gezeigt, der nur in einigen Ton-Passagen Bezug zum aktuellen Geschehen hatte, ansonsten ein vorbereiteter Beitrag wie er im Regal liegt und zu jedem Anlass gezeigt werden kann. Die aktuellen Manöver der USA und Südkoreas wurden natürlich mit keinem Wort erwähnt, dafür reichlich alte nord-koreanische Weiblein, die Hunger haben.

Das dieser Stil kein Zufall ist, sondern mangelnde Neutralität auch zum Wesen des Senders gehört, zeigt der folgende taz Artikel:

http://www.taz.de/Die-Gruendung-des-ZDF-vor-50-Jahren/!113532/