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Was für ein Zirkus

Es ist mal wieder Zeit für eine Tatort-Kritik, auch wenn sie die gestrige Ulrich Tukur-Werbesendung „Schwindelfrei“ nicht verdient hat.

Auch Matthias Dell in seiner Kritik bringt es nicht so schön auf den Punkt wie die FAZ, wo ich jedes Wort mittragen würde:

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/tatort-folge-schwindelfrei-wo-die-wilden-moehren-wachsen-12696940.html

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Der Tatort „Puppenspieler“ aus Bremen wollte soviel und konnte so wenig. Viele Themen angesprochen, schon in den ersten 10 Minuten: Umwelt-Aktivismus, Erpressung (sogar doppelt),  jugendliche Prostituierte, die auf der Strasse leben, skrupellose Unternehmer, korrupte Richter, Afghanistan, Midlive-Crisis, Geheimorganisation von Profi-Killern. Da kann einem nur schlecht werden. Keines dieser Themen wird in einer Weise ausgebaut, dass man darauf nicht hätte verzichten können. Das Sonntag-Abend-Tatort-Ritual wird so zur leeren Hülse, zum „aus Gewohnheit Zeit totschlagen“.

Schön dagegen ist die kultige Aufbereitung von Matthias Dell in freitag.de, die wie immer gekünstelt wortgewaltig und herrlich zynisch und vernichtend ist. Lohnt sich auch diesmal.