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Kawai MP 7 ist out

Als stolzer Besitzer des Kawai MP 6 Stage Piano sieht man das erwartete Erscheinen des Nachfolgemodelles mit Spannung. Seit heute ist es auf der Website und sehr vielversprechend. Das bereits beim MP6 schon gute Konzept ist um die Fortschritte der Elektronik erweitert und spürbar verbessert worden. Ein absolute Empfehlung für jeden, der ein transportables Klavier braucht!

http://www.kawai.de/mp7_de.htm

Kawai hat auch medial dazugelernt und stellt noch eine schöne spezial-Web-Präsenz zur Verfügung:
http://www.kawaimp.com/mp7/

Hörprobe Concert Grand:

Stage Piano statt Digitalpiano

Mein Sohn Franz spielt seit Jahren Klavier und bräuchte schon lange ein wertigeres Instrument. Nachdem jetzt auch Tochter Hanna in den Klavierunterricht geht kriegt er ein neues und Hanna „erbt“ seines.

In diesem Post geht es um die Auswahl eines Instrumentes und die Wahl für ein Stage Piano. Ich habe mich (online) intensiv damit beschäftigt und möchte die Resultate mitteilen. Vorab muss ich anführen, dass ich kein Musiker bin, nicht Klavier spiele und kaum Noten lesen kann, das ganze also eher aus der Perspektive des Zuhörers und Technik-Begeisterten sehe. Falls ich daher Unsinn erzähle, ist ein korrigierender Kommentar jederzeit willkommen.

Die folgenden Betrachtungen gelten zwar für meinen Sohn, es sind aber sicher viele in ähnlicher Situation, auf die sie übertragbar sind, deswegen seien sie hiermit online gestellt.

Voraussetzungen

  • Franz ist am musischen Gymnasium, er spielt gerne und auch recht gut. Ein klassischer Pianist wird er aber wohl nicht werden, so weit reicht es vom Übungseifer nicht, da sind die Weichen anders gestellt. Als Vater würde ich ihn aber doch auch gerne in einer Band auftreten sehen und hoffe, dass er durch das neue Instrument auch neue Motivation gewinnt.
  • Die Klavierähnlichkeit, Qualität der Klaviatur und Piano-Sounds stehen im Vordergrund, ein Keyboard mit weicher Tastatur und Betonung auf vielen Sounds soll es nicht sein.

Warum kein echtes (analoges) Klavier?

Hier sagen die Verkäufer und Pianisten selbstverständlich, dass ein echtes Klavier immer besser ist als eine Nachbildung, was sicher stimmt. Andererseits beziehen sich viele Aussagen auch auf ältere und weniger wertige Instrumente. Die Wahrheit liegt wohl in der Mitte, wie bei allen schwierigen Fragen. Dies wäre wohl einen eigenen Post wert, hier aber mal kurz 3 Links:

In unserem Fall sind es diese Argumente:

  • Franz hat ein Zimmer unterm Dach mit Wendeltreppe. Die baulichen Verhältnisse lassen ein echtes nicht zu.
  • Franz ist in der Oberstufe, vielleicht wird er auswärts studieren, wie soll Ihm ein Klavier dahin folgen?
  • Ein digitales kann man per Kopfhörer auch lautlos spielen.
  • Die Kosten: Ein echtes kostet mindestens das dreifache, eher mehr.

Warum ein Stage Piano?

Warum ein Stage Piano, nicht ein übliches Digitalpiano im Standgehäuse aus Holz mit eingebauten Lautsprechern?

  • Für einen jungen Menschen ist ein transportables Gerät wichtig, da ändert sich noch viel (siehe oben, z.B. Studium). Damit kann er er auch mal in der Schule, bei Freunden, bei Verwandten, in einer Band spielen.
  • Die Zielgruppe für edle Hölzer mit Klavierlack und Wohnzimmer-Hinguck-Faktor ist nicht die eines jungen Heranwachsenden. Bei Aufstellung im notorisch unaufgeräumten Jugendzimmer sind andere Kriterien wichtiger.
  • Wenn man nicht nur immer stillen Kämmerlein spielen, sondern auch auftreten will, ist ein Stage Piano ideal. Auch wenn die Geräte digital identisch wären, ist beim Live-Auftritt die klare Bedienung eine Stage Pianos mit vielen Knöpfen und Reglern unverzichtbar, da die Heimgeräte nur kleine Tastaturen mit vielen Menü-Ebenen haben.
  • Transportabilität und gute eingebaute Lautsprecher sind ein Widerspruch. Eingebaute Lautsprecher sind immer gleichzeitig zu schwer und zu klein. Bei Heimnutzung können externe Aktivboxen klanglich mehr leisten, als notwendigerweise kleine Lautsprecher im Gerät, die man doch immer mitschleppen muss, auch wenn PA-Equipment vor Ort ist. Und ein robustes Gehäuse braucht es auch.
  • In Kombination mit Computer und Audio-Interface hat man gleich ein Mini-Studio zum Produzieren von Musik, da ist das Geld für engagierte Musiker besser angelegt als in die lackierten Hölzer des Standpianos. Stage-Pianos, sind von den Midi-Fähigkeiten, von der Klangvielfalt und als Masterkeyboard für diese Anwendung besser geeignet. Transport ins Studio eines anderen, siehe oben.
  • Bei Auftritten von Kabarettisten im TV denke ich mir immer: Ein Flügel oder Upright-Piano ist immer eine Barriere zwischen Publikum und Künstler, deswegen müssen sich viele um 90° wenden, wenn sie beim Spielen die Zuhörer anschauen. Bei einem Stage-Piano hat man durch seine kleine Bauform auch die Möglichkeit, frontal zu den Zuhörern zu spielen.

Aus diesen Überlegungen heraus ist nach meiner Überzeugung für einen jungen Menschen ein Stage-Piano die richtige Wahl.

Nach meinen Recherchen sind wir beim Kawai MP6  angelangt, von Preis-Leistung her eine gute Entscheidung:

  • Der Hersteller ist für die Qualität seiner Klaviaturen bekannt.
  • Klavier, E-Piano und Orgel-Sounds sind sehr gut.
  • Robustes Gehäuse, gute Verarbeitung, gute Ausstattung.
  • Preis in der Mittelklasse.

Nach einem Probespiel und einem Placet von Franz soll es das werden.

Update 13.10.2013: Nach einem Besuch bei Piano Schweisser in Altdorf ist das Kawai MP6 nach wie vor ein Favorit. Franz gefielen aber auch die Yamaha-Klaviaturen, so dass wir bei einer Empfehlung für ein brandneues Yamaha Modell gelandet sind, das Yamaha CP4 Stage. Ist natürlich auch eine Klasse höher, ein absolutes Top-Instrument.  Zusammen mit den HS 7 Aktivboxen wären wir dann wieder in der Yamaha-Welt, so wie bei meiner Heimkino-Elektronik im Wohnzimmer. Mal schauen, wofür wir uns entscheiden und was der Geldbeutel hergibt.

Ergebnis der Recherche

Da ich die Recherchen in meinem Wiki zusammengefasst habe, hier ein Auszug daraus, zum schnellen Einstieg für andere Interessenten: Weiterlesen