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Digitaler Nachlass

Der Bundesgerichtshof beschäftigt sich heute mit der Frage, ob Angehörige einen Facebook-Account erben können. Eltern wollten auf den Facebook-Account ihrer verstorbenen Tochter zugreifen, um deren Tod besser aufklären zu können. Facebook hatte das aus vermeintlichen Datenschutzgründen verweigert.

Zuvor hatten zwei Vorinstanzen unterschiedlich entschieden, zuletzt das  Kammergericht in Berlin hatte Facebook recht gegeben und den Eltern keinen Zugriff gewährt. Mit diesem Urteil war ich nicht einverstanden: Wenn ein Erbe Zugriff auf den materiellen Teil hat und dabei auch zum Beispiel auf die Geheimnisse eines Tagebuchs, so muss dies IMHO in gleicher Weise auch für den digitalen Nachlass gelten. Ein Testament kann den Schutz dieser Daten ja auch regeln und den Eltern, wenn gewünscht, den Zugriff verwehren.

Aber vielleicht zeigt ja dies generell das Problem der sozialen Netzwerke: Ich erstelle auf Facebook in meinem Account ein Bild meiner selbst mit umfangreichen Daten, aber wem gehören diese Daten dann? Mir oder Facebook? Das ist schon zu Lebzeiten ein Problem, erst recht nach dem Ableben. Aus diesem Grund habe ich keinen Account mehr und führe statt dessen diesen Blog, da ist die Sache klar, wo die Daten liegen und wem sie gehören. Aber auch der Lösch-Button ist bei facebook nicht so leicht zugänglich, und wo Kopien diese Daten herumgeistern weiß man ja seit der Affaire um Cambridge Analytica auch nicht mehr so genau.

Welche Fragen sich ergeben, und was man schon zu Lebzeiten tun kann, beleuchtet ein ausführlicher Beitrag im DLF:

https://www.deutschlandfunk.de/digitaler-nachlass-wenn-tote-auf-facebook-sind.724.de.html?dram:article_id=420871

 

Regulierungsdauerfeuer gegen Fake News und Social Bots ohne empirische Grundlage | netzpolitik.org

Die Diskussion über Manipulationen der Meinungen durch Fake News ist meiner Meinung nach ein erneuter Versuch eine Zensur einzuführen oder zumindest unliebsame Nachrichten zu diskreditieren. Der zitierte Artikel stellt dar, dass es eigentlich keinen unmittelbaren Handlungsbedarf gibt.

Als würden Falschmeldungen und Meinungsroboter die Demokratie im Wahljahr 2017 umstürzen, überschlägt sich die Bundespolitik mit immer neuen Vorschlägen. Dabei könnte die Regulierung selbst mehr Schaden an Grundrechten anrichten als die Phänomene, die bekämpft werden sollen.

Quelle: Regulierungsdauerfeuer gegen Fake News und Social Bots ohne empirische Grundlage | netzpolitik.org

Facebook greift in die Portokasse

Die Meldung des Tages: Facebook kauft den beliebten Messenger-Dienst WhatsApp für sage und schreibe 19 Milliarden Dollar. Unglaubliche Zahlen.

Vielleicht ein guter Zeitpunkt, sich eine andere App zu suchen, vielleicht mit sicherer Verschlüsselung und ohne Spionagemöglichkeiten, auf europäischen Servern? Hier eine kleine Auswahl:

Wikipedia hat auch was zu dem Thema:

http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_mobilen_Instant-Messengern

Zensur bei facebook

Der Journalist Jürgen Domian hat auf seiner facebook-Seite vielbeachtete kirchenkritische Kommentare zum Papst und der Homo-Ehe veröffentlicht. Diese wurden von facebook „aus Versehen“ gelöscht. Selbst wenn das wirklich ein Versehen war, ist es doch offensichtlich, wie problematisch es ist, wenn so ein mächtiger Partner wie facebook die Richtlinien definiert.

Da bin ich doch wieder sehr froh, mich dort ausgeklinkt zu haben und dafür diesen Blog ins Leben gerufen zu haben. Hier bin nur ich für Sinn oder Unsinn verantwortlich 😉

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/facebook-loescht-kritische-postings-von-juergen-domian-a-889708.html

Kommt zurück in die Blogs

Für mich als Neu- und Hobby-Blogger ist es interessant, dass sich gerade eine Diskussion über Einzel-Blogger gibt, und solche, die sich in soziale Netzwerke integrieren. Gerade der folgende Artikel im Tagesspiegel zeigt, wie viel Einschränkung und Unfreiheit auch mit den sozialen Netzen einhergeht und wie man sich davor durch eigenständige Blogs schützen kann. Vieles von dem, was Jonny Haeusler hier äußert, hat mich auch zu hotchpotch-blog.de geführt, und ich bin mit meiner Entscheidung immer noch zufrieden.

http://www.tagesspiegel.de/medien/internet-und-grossunternehmen-kommt-zurueck-in-die-blogs/7589524.html

http://www.spreeblick.com/2012/12/28/2013-das-web-zuruck-erobern/

http://www.freitag.de/autoren/wolfgang-michal/die-krise-der-blogger