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Georg Schramm zu Atomenergie, Finanzkrise und Grexit

Die Elektrizitätswerke Schönau veranstalten ein Schönauer Stromseminar, in dessen Rahmen der Kabarettist Georg Schramm kurz seinen Rückzug von der Bühne aufgehoben hat, um Michael Sladek und seiner Frau Ursula Sladek für deren Einsatz gegen die Atomenergie zu danken.

Da sagt er in einer ausführlichen Rede, mehr Vortrag als Kabarett, mal wieder Sachen, die eigentlich nicht nur dort in diesem begrenzten Kreis zu hören sein sollten, sondern in den Mainstream-Medien. Leider findet sich das dort aber nicht, gerade ist, nach dem Όχι der Griechen in der Volksabstimmung, wieder sehr viel Fiktion und nur wenige Fakten dort zum Thema zu hören. Typisch sind „Korrespondenten“, die einen halben Satz zur belegbaren Lage sagen, um dann 10 Sätze mit ihrem persönlichen Eindruck hinterherschicken, der natürlich vor allem dem entspricht, was wir hören und glauben sollen. Eingeleitet von einem „ich habe den Eindruck …“ wird so jedes Märchen sendbar, ohne den Anspruch belegbarer Fakt zu sein. Erst heute Morgen im Deutschlandfunk wieder so praktiziert, genauso wie in anderen eigentlich anspruchsvollen Nachrichtenkanälen.

Youtube macht es möglich, Georg Schramm trotzdem zuzuhören, wenn man sich die 37 Minuten Zeit nehmen will. Es lohnt sich.

Atomenergie subventioniert

Das ist ja nicht Neues, werden sich meine Leser denken. Ist es eben schon: Die Briten dürfen umstrittenes AKW namens Hinkley Point C bauen, nach dem Willen einer scheidenden EU-Kommission, wider alle Vernunft, und hoch subventioniert. Das verdient den folgenden kritischen Kommentar:

http://www.tagesschau.de/wirtschaft/kommentar-hinkley-101.html

Eon verdreifacht Gewinn trotz Atomausstieg

Am Rande einer Forbes Liste über die größten Unternehmen kann man sehen, wie gut es Eon trotz des Atomausstieges geht, ja angeblich sogar auch wegen des Ausstiegs:

http://sz.de/1.1651930

http://sz.de/1.1440113

Gleichzeitig werden 11000 Stellen abgebaut und der Staat auf Schadenersatz verklagt. Erstaunlich.

Die Suche ist das Ziel

RadioactiveAlle Fraktionen sind zufrieden über den Kompromiss zur Endlagersuche für den Atommüll. Gorleben ist irgendwie noch drinnen aber doch nicht, Bayern käme wegen seines Granits auch in Frage, aber nach Söder doch nicht… Wenn alle so zufrieden sind, ist immer Skepsis angesagt.

Ich glaube: es wird nie ein Endlager geben. Die Suche ist hier Selbstzweck, es wird nichts gefunden werden. Die Zwischenlager auf dem Gelände der Atomkraftwerke werden für die meisten Standorte auch die langfristigen Lager sein. Schon der Begriff „Endlager“ suggeriert eine Lösung, die es in dieser Form wahrscheinlich gar nicht gibt. Das einzig sichere wäre es, vielleicht, die radioaktiven Abfälle in das Weltall zu schießen, aber dafür sind sie wohl zu schwer.

So wird man die Mauer in Ohu und anderen nur ein bisschen höher und sicherer bauen, was zum Teil ja schon passiert ist, und das war es dann. Vielleicht auch gar nicht das schlechteste, wie die beiden folgenden Artikel auf andenken:

http://www.freitag.de/autoren/marc-david/warum-das-zeug-verbuddeln

http://www.freitag.de/autoren/heinrich-faust/ewige-glut

Update vom 13.04.2013, Süßstoff zum Thema hinzugefügt:

Wie lebt man in Fukushima?

Gestern auf arte: Beklemmende Doku über die Auswirkungen von der Atomkatastrophe von Fukushima und die Lebenssituation der Menschen dort. Besonders sind gerade auch die Aussagen der Soziologen in dem Film.

Wiederholung:

arte – Die Welt nach Fukushima
09.03.2013 12:10-13:27

Link

Gutes radioFeature vom 3.11.2012 aus BR2 Radio zum Thema Energiewende. Angesiedelt im Landkreis Landshut, Gegenüberstellung der Entwicklungen von Furth und des Kernkraftwerk Isar.