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Ungebildet ist gewaltbereit?

Jeder hat es schon mal erlebt: Man ist auf einer Veranstaltung und schaut sich die Männer und Frauen von der Security in Ihren schwarzen Uniformen an und denkt sich: „Mit denen möchte ich jetzt nicht raufen“. Das ist natürlich durch ihr martialisches Auftreten so gewollt. Ein Abwehrreflex ist dann der Gedanke „viele Muckis und nichts im Kopf“, mit dem man die Distanz dazu wieder herstellen will.

Genau dieser Reflexe bedient sich auch das Erklärungsmuster für die Misshandlungen der Flüchtlinge in NRW: „Die bösen Burschen von den Subunternehmern waren es, da verlangen wir in Zukunft ein polizeiliches Führungszeugnis, dann passt das wieder“. So einfach ist es eben nicht, und dies führt der folgende Kommentar aus der TAZ wunderbar aus:

http://www.taz.de/Misshandlung-von-Fluechtlingen-in-NRW/!146888/

Zitat daraus:

Gewalt entsteht dort, wo Macht ausgeübt werden kann, ohne dass Rechenschaft abgelegt werden muss. Das ist so, wenn Kinder missbraucht werden, es ist so, wenn Soldaten Häftlinge foltern, wenn Pflegekräfte Rentner vergewaltigen und wenn Sicherheitsleute Flüchtlinge misshandeln. Im letzteren Fall bietet die gewollte Unsichtbarkeit der Geflüchteten den perfekten Schutz für Gewalt ohne Konsequenzen.

…  Zugleich bietet die öffentliche Abwertung von Flüchtlingen zu reinen Kosten- und Dreckverursachern die perfekte Begründung, um sie im Schutz dieser Unsichtbarkeit schlecht zu behandeln.

PRISM religiös betrachtet

Zwei religiöse Betrachtungen zu PRISM und der Flucht von Edward Snowden:

Christoph Süß als Laie bringt einen alttestamentarischen Süßstoff zu Edward Snowden:

Der evangelische Priester Burkhard  Müller im Deutschlandfunk in den Gedanken zur Woche, 05.07.2013 06:35 dagegen liefert schon eine fast linke Betrachtungsweise: