Archiv der Kategorie: Satire

Neujahrswünsche

Der Titel ist nicht ganz der Jahreszeit-gemäß, der Inhalt wohl: Gerade habe ich eine Wiederholung dieser Folge 456 der Kolumne „Mein Leben als Mensch“ von Jan Weiler gehört, die mich, wie fast alle dieser Reihe, hervorragend amüsiert haben. Wie Weiler es jede Woche schafft, sich so etwas Kluges und Lustiges aus den Fingern zu saugen, ist mir ein Rätsel. Chapeau!

Bislang habe ich diese Beiträge im Netz immer vermisst, sie aber jetzt doch auf Weilers Homepage gefunden. Die aktuelle Kolumne gibt es dort auch.

 

Link

Gut gemachte Satire-Seite zur Agenda 2010 und Hartz IV:

http://www.deutschland-sagt-sorry.de/

HG. Butzko’s Rückblick auf den Februar

Jeden Freitag Nachmittag 14:00  versuche ich die Radiospitzen zu hören, eine Stunde Kabarett mit wechselnden Protagonisten. Oft wird auch ein sogenannter Monats-Rückblick gestaltet, diesmal zum ersten Mal von HG. Butzko, dem Träger des deutschen Kleinkunstpreises von 2014. In diesem macht er sich sehr ausgefeilt und pointiert Gedanken zu Flüchtlingen, Zäunen, Facebook und mehr. Die Zeit zum Anhören lohnt sich.

Radiospitzen vom 26.02.2016

Hier noch eine Vorstellung des Künstlers HG. Butzko.

Der Riese von Cardiff

Zum heutigen 16. Oktober ein köstliches Kalenderblatt: Am 16. Oktober 1869 wurde der „Riese von Cardiff“ entdeckt, eine kuriose und bauernschlaue Kunstfälschung, ein „Hoax“. Herrliches Beispiel zum Motto, die Leute glauben, was sie glauben wollen.

„Durst“ – Warten auf Merlot

In den Radiospitzen des BR war am Freitag das sehr schöne Soloprogramm von Philipp Weber „Durst“ – Warten auf Merlot zu hören.

Philipp Weber ist nicht nur ein erfolgreicher und vielfach dekorierter Kabarettist, er ist auch studierter Chemiker und kritischer Konsument. Ausgestattet mit dieser Dreifach-Begabung hat er den Verbraucherschutz zur humoristischen Kunstform erhoben. Aufnahme vom 1. September 2015 in der Münchner Lach- und Schießgesellschaft.

Da ich das Programm, dessen Themen und Webers Art sehr genossen habe, hier die Gelegenheit es vom Podcast in zwei Teilen nachzuhören:

Teil 1

Teil 2

Georg Schramm zu Atomenergie, Finanzkrise und Grexit

Die Elektrizitätswerke Schönau veranstalten ein Schönauer Stromseminar, in dessen Rahmen der Kabarettist Georg Schramm kurz seinen Rückzug von der Bühne aufgehoben hat, um Michael Sladek und seiner Frau Ursula Sladek für deren Einsatz gegen die Atomenergie zu danken.

Da sagt er in einer ausführlichen Rede, mehr Vortrag als Kabarett, mal wieder Sachen, die eigentlich nicht nur dort in diesem begrenzten Kreis zu hören sein sollten, sondern in den Mainstream-Medien. Leider findet sich das dort aber nicht, gerade ist, nach dem Όχι der Griechen in der Volksabstimmung, wieder sehr viel Fiktion und nur wenige Fakten dort zum Thema zu hören. Typisch sind „Korrespondenten“, die einen halben Satz zur belegbaren Lage sagen, um dann 10 Sätze mit ihrem persönlichen Eindruck hinterherschicken, der natürlich vor allem dem entspricht, was wir hören und glauben sollen. Eingeleitet von einem „ich habe den Eindruck …“ wird so jedes Märchen sendbar, ohne den Anspruch belegbarer Fakt zu sein. Erst heute Morgen im Deutschlandfunk wieder so praktiziert, genauso wie in anderen eigentlich anspruchsvollen Nachrichtenkanälen.

Youtube macht es möglich, Georg Schramm trotzdem zuzuhören, wenn man sich die 37 Minuten Zeit nehmen will. Es lohnt sich.