Archiv der Kategorie: Umwelt

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Die Energiewende, eines meiner Lieblingsthemen, in einem Artikel auf freitag.de nochmals gut dargestellt:

http://www.freitag.de/autoren/felix-werdermann/der-weg-zum-gruenen-strom

Energiewende

Nochmals zwei Beiträge zur Energiewende als Links:

Ein Blogpost, der die Unsinnige Argumentation zum Thema EEG aufzeigt:

http://tautenhahn.blog.de/2014/01/23/gabriels-energiewende-laesst-wesentliche-aussen-17620162/

Ein Videobeitrag in quer vom 23.01.2014, der zeigt, wie in Bayern Windkraft verhindert wird, zumindestens bis die Förderung gekürzt wird:

Ist ein Windpark bei der Bevölkerung unumstritten, darf er gebaut werden. Diesen Fall gibt es nun im mittelfränkischen Landkreis Ansbach. Dort wollen fünf Kommunen im Staatswald in einen Windpark bauen. Doch eine Ausnahme wird es für sie nicht geben.

http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/quer/140123-quer-windkraft-100.html

Gabriel bremst Ökostrom an der falschen Stelle

Unsere umweltgerechteste und billigste Energiequelle ist derzeit Windstrom an Land, insbesondere in den küstennahen Regionen. Ein Windrad dort ist technisch bewährt, billig aufzustellen, leicht an das Netz anzubinden, beeinträchtigt landwirtschaftlich nutzbare Flächen kaum und liefert gute Erträge. Wer sagt, Kohle- und Atomstrom ist billiger, hat zwar vordergründig recht, aber wenn man die Subventionen abzieht und die waren Kosten ansetzt gilt dies nicht mehr.

Jetzt hat Energieminister Gabriel eine Eckpunktepapier veröffentlicht, das genau diese Energiequelle weniger und dafür Kohlestrom (NRW und Frau Kraft freuen sich) und die aufwendigen Investitionen der großen Energiekonzerne mehr fördert. Strom soll „professioneller“ werden, also weniger Möglichkeiten für Bürger und Genossenschaften, mehr für die  etablierten Player. Als Grund wird die „Preisbremse“ für den Bürger angeführt, für die Preissteigerungen werden mal wieder nur die bösen erneuerbaren Energien verantwortlich gemacht. Dabei liefern gerade die bestehenden Windräder den billigen Börsenstrom, von dem die großen Stromverbraucher profitieren, aber an dessen Ausbau sie sich wegen der vielen Ausnahmen nicht beteiligen. Diese Konstruktion und ihre inherente Ungerechtigkeit ist die Ursache für die hohen Preise der Haushalte, nicht dass wir mehr und neue Möglichkeiten haben, den Strom zu produzieren. Die Richtung, die Gabriel einzuschlagen scheint, ist deswegen zu kritisieren. Die passiert aus den eigenen Reihen, wie der SZ-Beitrag im folgenden zeigt. Hörenswert auch die Einwände der Grünen in dem DLF-Interview von heute mit Simone Peter im Audio unten.

http://www.sueddeutsche.de/politik/energiewende-spd-ministerpraesident-albig-kritisiert-gabriels-windkraft-plaene-1.1866717

Solarthermie in die Nische gedrückt

Seit über 10 Jahren benutze ich eine Solarthermie-Anlage auf dem Dach meines Einfamilienhauses zur Warmwasserbereitung. Von April bis September liefert diese das warme Wasser nahezu ohne den Einsatz fossiler Brennstoffe. An sonnigen Tagen könnte ich mit der Kollektorfläche von 6qm auch drei Haushalte versorgen. Bis auf 2-3 Monate im Hochwinter liefert die Anlage gute Leistung.  Ich bin damit sehr zufrieden und würde so eine Anlage wieder installieren lassen.

Ganz billig war die Anlage allerdings nicht und bei der Angebotserstellung von manchen niederbayerischen Installateuren konnte man deutlich spüren, dass sie mich für einen Öko-Spinner gehalten haben und das Geschäft eher vermeiden wollen. Dieses Gewerk habe ich immer als sehr konservativ erlebt, am liebsten teure Kessel verkaufen und kilometerweise Rohre verlegen, alles andere wird als Störung empfunden. Den Betrieb, der die Anlage installiert hat, nehme ich davon aber aus, das war eine gute Erfahrung. Von der Preisbildung, den Margen und Rabatt-Gebaren im Sanitärfachhandel will ich hier nicht reden, das wäre einen eigenen Post wert.

So wundert mich auch nicht, dass Solarthermie als „schwierig“, „zu teuer“, „weniger lohnend“ als Solarstrom empfunden wird, und sogar wieder rückläufig ist. Wer die Fakten bedenkt, wird natürlich sehen, dass diese Einschätzung durch Subventionen und Fehlsteuerungen menschgemacht ist, aber keine fundamentalen Ursachen hat. Nichts ist einfacher, als ein schwarzes Blech aufs Dach zu setzen, in frostfreien Regionen wie Zypern sind die Thermosiphonanlagen so einfach, dass sie sogar ohne die stromfressende Pumpe funktionieren. Wenn man das „keep it simple“ beachtet und nicht unbedingt damit heizen will, was gerade im Winter in unseren Breiten nicht funktionieren wird, ist das ganze durchaus lohnend. Warum nicht einfach so eine preiswerte Anlage im Sommer nutzen und im Herbst entleeren, wie man es ja mit dem Garten-Wasserhahn auch macht? Auf einem Flachdach gar kein Problem. Im Gegensatz dazu wurde von der Wirtschaft versucht die Kollektoren und Schichten-Speicher zu High-Tech-Produkten mit hohen Preisen und Margen zu stylen. So steht auch auf der Website des Herstellers: „HINWEIS: Für den deutschen Markt steht das Warmwassersystem SECUterm nicht zur Verfügung.“

Auch hier wäre eine Gelegenheit für die Politik, diese Fehlentwicklung zu korrigieren und helfend einzugreifen. Wie weit es in dem Bereich fehlt, zeigt auch der folgende Artikel:

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Solarthermie-unnoetig-teuer-2054166.html

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Schöner Community Artikel in freitag.de zum Unsinn der Strompreis-Bildung.

http://www.freitag.de/autoren/mopperkopp/wirtschaft-verstaendlich

Man beachte auch die ätzenden Kommentare darunter!

Geheimnisvolle Subventionen in der Energiebranche

Jetzt nach der Wahl kommt es wieder: Stets gibt es einen Hinterbänkler oder Experten, der die Verbraucher darauf „vorbereitet“, dass die Strompreise stark steigen werden. Neben ernsthaften Warnern sind die meisten davon Gehirnwäscher, die die Empörungskurve dazu abmildern wollen. Immer wird dabei betont, dass es nur die erneuerbaren Energien sind, die dazu führen. Dass das nicht stimmt hat der sehenswerte Dokumentarfilm „Preistricks beim Strom“ gezeigt: Es sind nicht die erneuerbaren Energien, die den Strom verteuern, sondern nur die Gesetze dazu.

Das wird auch in dem EU-Bericht deutlich, den EU-Kommissar Oettinger jetzt korrigieren ließ:

http://sz.de/1.1793957

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Gestern auf Phönix gesehen, eine gute Doku, die die Entstehung und Verteilung der Kosten der Energiewende beleuchtet. Das ist leider Im Bundestagswahlkampf viel zu wenig Thema gewesen.

Preistricks beim Strom
Wer für die Energiewende bezahlen muss

http://www.phoenix.de/preistricks_beim_strom/752512.htm

Wer seinen Videorekorder nochmals programmieren will:
Di. 08.10.13, 18.00 Uhr
Mi. 09.10.13, 17.15 Uhr

Die Suche ist das Ziel

RadioactiveAlle Fraktionen sind zufrieden über den Kompromiss zur Endlagersuche für den Atommüll. Gorleben ist irgendwie noch drinnen aber doch nicht, Bayern käme wegen seines Granits auch in Frage, aber nach Söder doch nicht… Wenn alle so zufrieden sind, ist immer Skepsis angesagt.

Ich glaube: es wird nie ein Endlager geben. Die Suche ist hier Selbstzweck, es wird nichts gefunden werden. Die Zwischenlager auf dem Gelände der Atomkraftwerke werden für die meisten Standorte auch die langfristigen Lager sein. Schon der Begriff „Endlager“ suggeriert eine Lösung, die es in dieser Form wahrscheinlich gar nicht gibt. Das einzig sichere wäre es, vielleicht, die radioaktiven Abfälle in das Weltall zu schießen, aber dafür sind sie wohl zu schwer.

So wird man die Mauer in Ohu und anderen nur ein bisschen höher und sicherer bauen, was zum Teil ja schon passiert ist, und das war es dann. Vielleicht auch gar nicht das schlechteste, wie die beiden folgenden Artikel auf andenken:

http://www.freitag.de/autoren/marc-david/warum-das-zeug-verbuddeln

http://www.freitag.de/autoren/heinrich-faust/ewige-glut

Update vom 13.04.2013, Süßstoff zum Thema hinzugefügt:

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Nochmal zum Thema erneuerbare Energien und Windkraft. Der folgende TAZ-Artikel zeigt, was für uns alle auf dem Spiel steht und wie die Claims verteilt werden:

http://www.taz.de/Die-Profiteure-der-Energiewende-/!113796/

Offshore-Geldmaschinen

Eine Montagsmeldung (eigentlich Osterdienstagsmeldung) von heute kommt von den Verbraucherschützern, die die Rentabilität von Offshore Windanlagen in Zweifel ziehen:

http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/ausstiegs-forderung-verbraucherschuetzer-halten-offshore-windkraft-fuer-irrtum/8007926.html

Zurecht meine ich. Wir erleben gerade eine Revolution: Die Zentralisierte Energiewirtschaft wird gerade dezentralisiert: Viele Windräder, Solarfarmen und vielleicht auch Wasserkraftwerke (die ich kritisch sehe) erzeugen überall in der Fläche Strom. Die Unternehmer und Profiteure sind dabei nicht nur die großen Stromkonzerne, sondern vielerlei Anbieter, auch der einzelne Landwirt oder die Genossenschaft einer Gemeinde. Da könnte vielleicht sogar ein Markt entstehen 😉

Siehe auch http://www.oeko.de/oekodoc/1512/2012-077-de.pdf

Da die Energie überall erzeugt wird, muss man sie auch nicht erst durch ganz Deutschland leiten. Und das beste: Die Anlagen stehen schon überall, die Einstiegsinvestition ist schon getan, auch wenn das EEG hier natürlich noch fordert.

Ganz anders die Offshore-Windparks: Sie sind die Renaissance des Zentralismus: Aufgrund des absurden Aufwandes können das natürlich wieder nur die Konzerne leisten, die sich von uns dafür bezahlen lassen. Die Anlagen liegen fernab von den Verbrauchern, allein der Anschluss an die Küste ist eine Herausforderung, die Weiterleitung nach Baden-Würtemberg ein Schildbürgerstreich. Aber irgendwie muss doch auch nach der Atomkraft eine Geldmaschine erhalten bleiben.

Hier muss ich nochmals auf die sehr gute Glosse des BR hinweisen, die ich in „Schlappe Energiewende“ schon gepostet habe.