Archiv der Kategorie: Podcast

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Noch im Feiertagszyklus von Bayern2 Radio: Hörenswerter Beitrag zum Thema „Wie wir leben wollen, Postwachstumsökonomie„:

Die eigentliche Religion unserer Tage ist doch der Glaube an das Wachstum, diesem darf man nicht ketzerisch widersprechen, doch der Beitrag tut es.

Update 08.01.2013: Schön auch der Anfang der Radiospitzen Live aus Aschaffenburg Teil 2 von Volker Pispers dazu.

Stromkonzerne zocken Haushalte ab

Strompreise in 2012 für Industrie minus 3%, für Haushalte plus 20%: Gerade eben in Bayern2 Notizbuch: gutes Interview mit Prof. Volker Quaschning, Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Berlin. Der Experte erklärt sehr schön, wie mit den Strompreisen durch kontraproduktive Politik Schindluder getrieben wird. Wen das Thema interessiert, unbedingt alle drei Teile anhören!

http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/notizbuch/gespraechspartner-03-01-13-notizbuch-volker-quaschning-100.html

  1. http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/notizbuch/volker-quaschning-strompreis-teil-1-100.html
  2. http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/notizbuch/volker-quaschning-strompreis-teil-2-100.html
  3. http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/notizbuch/volker-quaschning-strompreis-teil-3-100.html

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radioSpitzen live aus Aschaffenburg

Wer politisches Kabarett mag: Die Radiospitzen live aus Aschaffenburg, gerade eben gehört, spitze. Besonders schön Angela als Therapeutin der Wirtschaftselite ab 42:33.

http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/radiospitzen/radiospitzen-live-vor-ort-aus-aschaffenburg-teil-1_x-100.html

Update 08.01.2013: Jetzt auch Teil 2 hier verlinkt:

http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/radiospitzen/radiospitzen-live-vor-ort-aus-aschaffenburg-100.html

 

NDP verbieten: Der riskanteste Weg

Gerade wollen die Innenminister der Länder einen zweiten NPD-Verbotsantrag durchbringen. Ich halte das für vordergründig und nicht richtig, auch wenn ich garantiert kein NPD-Anhänger bin. Da ich keine Zeit für eine ausführliche Begründung habe, aber die guten Podcast posten will, hier nur Stichwortartig:

  • Nur Nebelkerze und Ablenkungsmanöver vom mangelndem Reformwillen in den vielen Verfassungsdiensten der Länder und des Bundes (Skandal NSU Ermittlungen, die Arroganz der Dienste war ungeheuerlich)
  • Verfassungsfeindlichkeit einer Partei ist schwierig beweisbar, auch wenn manche das Gegenteil behaupten. Siehe dazu den Süßstoff unten.
  • V-Leute sind nach wie vor aktiv, empfindlicher Knackpunkt einer Verhandlung. V-Leute und Verfassungsschutz leben in Symbiose: Geld gegen Beobachtungsthema und Existenzberechtigung der Dienste. Kaum sollen die Dienste berichten, gibt es nur vernichtete Akten.
  • Mit einem Verbot ist das Problem Rechtsradikalismus als Meinungsbild in der Bevölkerung nicht beseitigt. Die Demokratie sollte schärfere Waffen haben als ein Verbot. Ein Verbot schafft mehr Märtyrer- und Verschwörungstheorie-Spielraum. Vielleicht machen auch die anderen Parteien ihre Hausaufgaben in den NPD-Hochburgen nicht?
  • Ein Scheitern des Verbotes würde die NPD erneut aufwerten. Auch vor dem EGH ist ein Scheitern des Verbotes wahrscheinlich. Den deutschen Richter, der die Beweislage als zu schlecht für ein Verbot sieht und dann in dieser Lage Recht sprechen muss, beneide ich nicht um die Aufgabe.
  • Das Argument Parteienfinanzierung: Aushalten, dass die NPD was kriegt oder ganz abschaffen. Würde uns auch von so wertvollen Parteien wie der Autofahrer-Partei etc. befreien. Wird aber wahrscheinlich keine Mehrheit finden 😉
  • Bösartig gedacht: Gerade die konservativen Parteien wollen verbieten. Vielleicht hoffen sie ja auf die Wählerstimmen, die dann bei Ihnen landen könnten. So wie die CSU immer wieder sagt, „Zitat Seehofer: damit rechts von uns keine demokratisch legitimierte Partei entsteht“.

Christoph Süß hat dazu wieder ein paar sprachliche Leckerbissen:

Ernest Lang spicht zum Thema einen guten Bayern-Kommentar (auch pdf):

Wer noch mehr hören will, hier das Tagesgespräch dazu, bei dem die Mehrheit der Anrufer dagegen war. Sehr wohltuend auch Toralf Staud, ein freier Journalist als Studioexperte, der spricht viel mehr Klartext als ein Politiker:

Im Wesentlichen profitiert der Anleger

Wer es noch lesen und hören kann: Bemerkenswertes Interview mit Hans-Werner Sinn im dradio.de zu Griechenland-Hilfe.

Auch wenn ich Herrn Sinns Ansichten nicht immer teile, spricht er doch vieles sehr deutlich an, besonders in diesem Abschnitt:

Armbrüster: Wer profitiert denn von diesem Hilfspaket, das da morgen beschlossen werden soll?

Sinn: Na ja, im Wesentlichen profitiert natürlich der Anleger. Sie müssen bedenken: Es sind hier drei Gruppen im Spiel miteinander. Das eine sind die internationalen Gläubiger der südlichen Länder, dann sind es die südlichen Länder selber, die sich verschuldet haben; die beiden haben ein Problem miteinander. Und die dritte Gruppe besteht aus den Steuerzahlern der noch gesunden Länder. Und da der Schuldner dem Gläubiger nichts zurückzahlen kann, sucht man jetzt eben die Hilfe des Steuerzahlers. Der soll anstelle des Schuldners zurückzahlen, damit die Gläubiger sich noch aus dem Staube machen können. Nun gut: Die Gläubiger sind zum Teil wir selber über unsere Banken und Lebensversicherungen, aber auch nur zum Teil.

Die hauptsächlichen Gläubiger Südeuropas sind die französischen Banken und dann sind natürlich Anleger aus aller Welt da: amerikanische Pensionsfonds, es sind die Chinesen dabei, wer auch immer. Und indem wir jetzt diese großen Rettungsaktionen machen, erlauben wir es den Gläubigern aus aller Welt, sich da noch rauszuziehen und ihr Vermögen in Sicherheit zu bringen, und wir und unsere Kinder werden stattdessen zu Gläubigern der Südländer. Das ist für die alle gut, die fühlen sich beruhigt, man redet davon, die Kapitalmärkte sind beruhigt, aber ich finde, dieser Prozess gibt jeden Anlass, selber beunruhigt zu sein.

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Emanzipation ist auch Männersache, dies schildert das folgende Radiofeature aus dem Deutschlandradio Kultur sehr gut:

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/zeitfragen/1919965/

Dies ist ein Thema auch für uns: Beate arbeitet Vollzeit und ich Teilzeit, da ich unsere Tochter Hanna in den Kindergarten bringe und der Nachmittag Ihr gehört. Diese Situation will immer wieder neu gelebt werden.