Archiv der Kategorie: Film

In jungen Jahren bin ich sehr gern und oft ins Kino gegangen. Auch wenn das nicht mehr so oft ist, zu Filmen gibt es immer was zu sagen.

VLC Video Player in Version 3.0

In der neuen Version 3.0 „Vetinari“ macht mein Lieblings-Video-Player VLC einen großen Sprung und bringt vor allem Hardwareunterstützung für große Auflösungen.

Spielt nahezu Alles von allen Quellen auf allen Maschinen, ist kostenlos und ein treuer Begleiter über viele Jahre!

Glückwunsch und vielen Dank!

30 Jahre „Blade Runner“: Legende mit Fehlstart 

Ein guter Artikel in SPON zur Entstehungsgeschichte von Ridley Scott’s Blade Runner. Auch finde den Film Kult und in meiner persönlichen Best-Of-Liste steht er weit oben.

Bildgewaltig, philosophisch, desaströs: Wie ein Besessener hatte Ridley Scott an seinem neuen Sci-Fi-Film gebastelt – und dabei die Crew fast in den Wahnsinn getrieben. 1982 stellte er sein Werk einem Testpublikum vor. Doch die Zuschauer von „Blade Runner“ verstanden nur Bahnhof.

Quelle: 30 Jahre „Blade Runner“: Legende mit Fehlstart – SPIEGEL ONLINE – einestages

ARTE MEDIATHEK | ARTE | Filmikonen – Magnum Photos und das Kino

Toller Beitrag über die https://de.wikipedia.org/wiki/Magnum_Photos Agentur und ihr Wirken rund um Hollywoods Filmschaffen. Fotos, auf ungeheuer hohem Niveau, ich war sofort neidisch 😉

Die Geschichte der fast intimen Verbindung zwischen der Agentur Magnum Photos und der Kinowelt: In über sieben Jahrzehnten gingen daraus beeindruckende Fotos von Kinogrößen wie Marilyn Monroe, James Dean, Kate Winslet aber auch Regisseuren wie Michelangelo Antonioni und Theo Angelopoulos hervor.

Quelle: ARTE MEDIATHEK | ARTE | Filmikonen – Magnum Photos und das Kino

Die Invasion der Barbaren

Diese Woche habe wir einen bemerkenswerten Film gesehen: „Die Invasion der Barbaren“ von Denys Arcand, einem franko-kanadischen Regisseur. Der Film hatte vieles was ich schätze: er war emotional sehr bewegend, intellektuell fordernd mit mit anspruchsvollen Dialogen, über die man Nachdenken kann, und frech und provokant mit kritischen Szenen zur Rolle von Staat, Gewerkschaft und Kirche auch wenn ich nicht jede Aussage teilen würde. Meine Empfehlung!

http://www.imdb.com/title/tt0338135/http://www.rottentomatoes.com/m/barbarian_invasions/

Den Film hatte ich ohne Vorwissen und Erwartungen von der Konserve ausgesucht und war in vielerlei Hinsicht überrascht: Von der Qualität und wie er mir gefiel, auch dass ich ihn gar nicht kannte, obwohl von 2003 und mit Oscar und vielen andere Auszeichnungen auch kein Geheimtipp. Auch: er war ein spätes Sequel von „Der Untergang des amerikanischen Imperiums“ von 1986, den ich ebenfalls verpasst habe und jetzt unbedingt mal sehen muss. Ist aber wegen des Alters und Inhalts (sehr offene Gespräche über Sex) wohl gar nicht einfach, der Regisseur ist wohl weder bei den öffentlich rechtlichen (zu respektlos), noch den privaten Sendern (zu intellektuell) beliebt. Auch DVD, Streaming etc. ist nicht so leicht zu bekommen. Als weiterer Film von Arcand  passt auch der „Jesus von Montreal“ in diese Reihe, prämiert und bekannt, aber noch nie von mir beachtet. Schade!

Neulich haben wir im ZDF Montagskino die Krimi-Action „Contraband“ gesehen, das krasse Gegenteil zu den Filmen von Arcand: Obwohl aufwendig und mit guten Schauspielern handwerklich ordentlich produziert, ist er langweilig, da sehr schematisch dem Genre folgend und kein Klischee auslassend. Mit dem Gehirn eines Regenwurms zu verstehen und wohl auch für schlichte Gemüter gemacht. Größer könnte der Unterschied nicht sein.

Update 05.04.2016: Heute Di, 5. Apr · 20:15-21:50 · ZDFkultur wird „Die Invasion der Barbaren gesendet.

Woody Allen wird 80

Woody Allen Bild 2015

Woody Allen (2015, Quelle wikipedia)

Den 80. Geburtstag von Woody Allen, den ich sehr schätze, haben wir gestern auf Arte mit seinem erfolgreichen Film „Der Stadtneurotiker“ (im Original „Annie Hall“) ein bisschen mitgefeiert. Ein toller Film, der mich abermals begeistert hat und seine 4 Oscars nicht zu Unrecht bekommen hat. Was mir diesmal aufgefallen ist: Viele damals noch unbekannte Schauspieler wirken mit, zum Beispiel Sigourney Weaver hat mit einen 6 Sekunden-Auftritt ihren ersten Film gespielt.

Vor allem aber: Lange Einstellungen mit viel Text, Monolog und Dialog, über den man durchaus Nachdenken kann und muss. Damals durchaus ein Film für ein Massenpublikum, kann ich mir heute nicht mehr vorstellen, das viele Menschen das im Kino mitmachen würden, so schnell sind in den meisten Filmen die Schnitte geworden, so inhaltsarm und schematisiert in manchen die Dialoge.

Zu Woody Allen gibt es natürlich viel zu sagen, am heutigen Tag werden viele Artikel und Biographien veröffentlicht, die ich hier nicht duplizieren will. Ein Radiowissen-Beitrag vom BR2 „Woody Allen – Der ultimative Stadtneurotiker – 01.12.2015“ darf nicht fehlen:

 

Mir gefallen auch viele seiner Interview-Antworten und Gags sehr, man kann sie ja gesammelt nachlesen, zum Beispiel hier.

Meinen Glückwunsch, Woody!

Lost in Translation

Gestern Abend auf arte: Lost in Translation, ein wunderbarer Film von Sofia Coppola, den ich zwar schon mal gesehen hatte, der mich aber trotzdem wieder eingefangen und begeistert hat. Schön fotografiert im urbanen und fremden Tokio, in der Handlung eine gelungene Balance zwischen Melancholie, Humor und Weisheit, und mit Scarlett Johansson und Bill Murray zwei wunderbare Schauspieler: ein Film geeignet für die Auswahl für die einsame Insel.

http://www.imdb.com/title/tt0335266/http://www.rottentomatoes.com/m/lost_in_translation/http://www.metacritic.com/movie/lost-in-translation

Streaming kann Besitz nicht ersetzen

In einem aktuellen Fall wird mal wieder der Hauptnachteil von Streaming deutlich: Disney meint, dass Amazon-Käufer Ihre Weihnachtsfilme besser im Juli anschauen sollen, damit Disney sie zweimal verkaufen kann:

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/streaming-disney-loescht-weihnachtsfilm-fuer-amazon-kunden-a-939297.html

In einem bösen Spruch sage ich manchmal: „Mach die Augen zu, dann weißt Du, was Dir gehört!“. Genau so ist es beim Streaming von Musik und Filmen (und ähnlich auch beim EBook): Man erwirbt nur ein Nutzungsrecht und hat keinen Besitz. Der Fall im Artikel demonstriert, wie feinfühlig die Rechteinhaber damit umgehen.

Auch wenn Streaming bequem ist, man stelle sich mal nur einen finanziellen Abstieg vor. Eine CD-Sammlung, oder moderner, die MP3 Sammlung auf der Festplatte, die man in liquiden Zeiten erworben hat,  kann man weiter abhören, der Streaming-Vertrag wird gekündigt und vorbei ist es mit dem Medien-Konsum. Das für das Streaming gezahlte Geld ist trotzdem weg. Alles wird virtueller, auch unser Konsum.