Archiv des Autors: Dieter Tremel

Wem nützt der Verzicht auf Bargeld

Neben Norbert Häring und seinem Blog gibt es noch andere, die auf Bargeld nicht verzichten wollen, ich gehöre selbstverständlich auch dazu.

Heute im politischen Feuilleton des DLF ein guter Beitrag von Christina von Braun, der die Interessen dahinter klar benennt:

Quelle: Digitale Zahlmodelle – Viele profitieren, nur die Kunden nicht

VLC Video Player in Version 3.0

In der neuen Version 3.0 „Vetinari“ macht mein Lieblings-Video-Player VLC einen großen Sprung und bringt vor allem Hardwareunterstützung für große Auflösungen.

Spielt nahezu Alles von allen Quellen auf allen Maschinen, ist kostenlos und ein treuer Begleiter über viele Jahre!

Glückwunsch und vielen Dank!

Trump – Putin – Gipfel

Drei Stunden sprechen die Staatschefs, außer der inhaltsarmen Show einer Pressekonferenz dringen keine Details an die Öffentlichkeit. Keiner weiß etwas. Trotzdem schaltet die ARD natürlich einen „Brennpunkt“, in dem so namhafte Korrespondenten wie Udo Lielischkies munter spekulieren dürfen. Und nachher wissen alle Medien, was Trump falsch gemacht hat, die waren wohl exklusiv dabei.

Auch wenn ich weder bei Trump noch bei Putin auf dem Schoß sitzen möchte, ist es trotzdem erst mal etwas Positives, wenn die beiden Staaten miteinander sprechen um ihr Verhältnis zu entkrampfen.  Ronald Reagan und George Bush haben es vor Trump genau so gemacht. Deswegen verstehe ich die Welle der Kritik nicht. Auch die Befürchtung, dass die beiden Entscheidungen zum Nachteil von Europa treffen, teile ich nicht in dem Grad, das schafft Trump alleine auch, ebenso wie Europa selbst.

Schön hat wieder mal der Postillon die kritischen Stimmen persifliert, die anmahnen, was Trump alles nicht gesagt hat:

Quelle: Der Postillon: Putin in der Kritik, weil er Menschenrechtsverletzungen der USA nicht angesprochen hat

Ende des NSU-Prozesses

Im Sommerloch der Nachrichtenwelt gibt es demnächst doch etwas Interessantes: im NSU-Prozess wird das Urteil gesprochen. Der Prozess war befremdlich, da nur ein Bruchteil der Informationen zur Verfügung stand und die Staatsanwaltschaft darauf geachtet hat, dass der Blickwinkel auf die Ereignisse recht schmal ist. Die Beteiligung der Geheimdienste sollte nicht zum Thema werden. Nur ein kleiner Teil der möglichen Beweise stand zur Verfügung, ja es wurden sogar in großem Umfang Akten vernichtet. Den fünf Angeklagten, namentlich Beate Zschäpe und 4 anderen, etwas zu beweisen, war nicht erste Priorität, und so wurde auch nicht viel bewiesen.

Für mich gibt es zwei mögliche Ausgänge: Beate Zschäpe kommt mit einem Urteil davon, dass die schlechte Beweislage berücksichtigt und unter Anrechnung der langen Untersuchungshaft in nicht allzu ferner Zukunft frei. Aus meiner laienhaften Sicht vielleicht nicht gerecht, aber angesichts der Beweislage richtig, auch wenn die Kommentare der Medien und die Meinungsumfragen dies sicher kritisieren würden. Die zweite Variante: Das Gericht geht von einer Mitschuld und Mittäterschaft aus und verhängt eine harte Strafe. Die Ereignisse werden dann zur allgemeinen Zufriedenheit als „aufgearbeitet“ betrachtet. Für mich ist das Urteil ein Prüfstein für die Justiz.

Die Autorin und Regisseurin Christiane Mudra des heutigen politischen Feuilletons in DLF Kultur ist auch nicht zufrieden, für sie wurde „die Chance einer echten Aufklärung und Aufarbeitung vertan“. Richtig, ich schließe mich ihr an.

Quelle: Zum Ende des NSU-Prozesses – Nichts ist in Ordnung!

G20-Gipfel: Die Gräben bleiben

Ein guter Beitrag im DLF zur Aufarbeitung der Ereignisse des G20 Gipfel in Hamburg.

Quelle: Hamburg und der G20-Gipfel – Die Gräben bleiben

 

Zitat:

Rafael Behr, Soziologie-Professor an der Hamburger Akademie der Polizei begrüßt, dass diese Fehler im Sonderausschuss benannt wurden. Gerade weil dies eben keine Stärke der Polizei sei:

„Was sich für mich gezeigt hat, ist ganz eindeutig, dass der Begriff ‚Fehlerkultur‘ eine Makulatur ist in der Polizei. Es gibt keine Fehlerkultur. Es gibt eine Kultur des vorsichtigen Zugebens von nicht mehr abweisbaren Vorwürfen.“

Das Ende des Internets, wie wir es kennen

Wieder ein guter Beitrag im politischen Feuilleton des DLF, diesmal zur Umgestaltung des Internet, wie sie gerade mal wieder mit Aufhebung der Netzneutralität und EU Leistungsschutzgesetz betrieben wird.

Als Blogger betrifft mich das auch, Links auf andere Beiträge wie dieser könnten kostenpflichtig werden. Hoffentlich gibt es das Internet, so wie ich es schätze, noch lange.

Wikileaks, Piratenpartei und die wilden Onlinejahre sind vorbei. Stattdessen diskutieren wir über Upload Filter und die Datenschutzgrundverordnung. Dafür gebe es gute Gründe, aber die Regulierung habe auch ihren Preis, meint der Informatiker Enno Park.

Quelle: Zeitenwende – Das Ende des Internets, wie wir es kennen

Digitaler Nachlass

Der Bundesgerichtshof beschäftigt sich heute mit der Frage, ob Angehörige einen Facebook-Account erben können. Eltern wollten auf den Facebook-Account ihrer verstorbenen Tochter zugreifen, um deren Tod besser aufklären zu können. Facebook hatte das aus vermeintlichen Datenschutzgründen verweigert.

Zuvor hatten zwei Vorinstanzen unterschiedlich entschieden, zuletzt das  Kammergericht in Berlin hatte Facebook recht gegeben und den Eltern keinen Zugriff gewährt. Mit diesem Urteil war ich nicht einverstanden: Wenn ein Erbe Zugriff auf den materiellen Teil hat und dabei auch zum Beispiel auf die Geheimnisse eines Tagebuchs, so muss dies IMHO in gleicher Weise auch für den digitalen Nachlass gelten. Ein Testament kann den Schutz dieser Daten ja auch regeln und den Eltern, wenn gewünscht, den Zugriff verwehren.

Aber vielleicht zeigt ja dies generell das Problem der sozialen Netzwerke: Ich erstelle auf Facebook in meinem Account ein Bild meiner selbst mit umfangreichen Daten, aber wem gehören diese Daten dann? Mir oder Facebook? Das ist schon zu Lebzeiten ein Problem, erst recht nach dem Ableben. Aus diesem Grund habe ich keinen Account mehr und führe statt dessen diesen Blog, da ist die Sache klar, wo die Daten liegen und wem sie gehören. Aber auch der Lösch-Button ist bei facebook nicht so leicht zugänglich, und wo Kopien diese Daten herumgeistern weiß man ja seit der Affaire um Cambridge Analytica auch nicht mehr so genau.

Welche Fragen sich ergeben, und was man schon zu Lebzeiten tun kann, beleuchtet ein ausführlicher Beitrag im DLF:

https://www.deutschlandfunk.de/digitaler-nachlass-wenn-tote-auf-facebook-sind.724.de.html?dram:article_id=420871

 

Telefon-Links mit Grav

Meine Begeisterung für das flat-file CMS Grav steigt stetig. In einem Twig-Template habe ich gerade relativ leicht tel: links generiert:
<a href="tel:+49{{ person.telefon|regex_replace(['/[^0-9]/', '/^0/'], ['', '']) }}">{{ person.telefon }}</a>

In einem Template werden in einer for-Schleife Adressen ausgegeben. Da es alles deutsche Telefonnummern sind, kann ich sie leicht mit Ersetzungen mit regulären Ausdrücken auf das gewünschte Zielformat +4989123456 bringen. Die Telefonnummer ist im obigen Ausdruck in person.telefon gespeichert, in einem Format wie 089-123456. Sie wird zweimal verwendet, einmal im Klartext des Links, einmal verändert im href-Attribut.

Da Twig regex-Ersetzung nicht von Haus aus mitbringt, muss die php-Funktion durchgereicht werden. Meine Annahme, das habe Grav bestimmt schon gemacht, war richtig: mit regex_replace ist ein entsprechender Twig-Filter definiert. Der macht alles mit zwei Ersetzungen: Alle Nicht-Ziffern werden entfernt, die führende 0 wird entfernt. Das tel:+49 wird statisch davor gesetzt.

Nach vielen Erfahrungen mit TYPO3 und contao ist Grav für mich eine Offenbarung, da ich hier flexibel im Code arbeiten kann, aber nicht auf niedrigste php-Ebenen gehen muss. Und dies bei der Aufbereitung von Inhalten genauso wie bei der Gestaltung mit Themes. So, wie es eines Entwicklers würdig ist 🙂

GIMP 2.10.2 Released

Nach ein paar Tagen schon wieder eine neue Version, da waren wohl noch einige größere Bugs drin. Unter einem habe ich selbst gelitten: Der Datei speichern Dialog zeigte unter Win 7 x64 keine Inhalte von Verzeichnissen dar, ich habe schon an mir gezweifelt. Die neue Version 2.10.2 kann es wieder, dringende Empfehlung sie über das erste 2.10 darüber zu spielen.

https://www.gimp.org/news/2018/05/20/gimp-2-10-2-released/