UNO-Kommission befürchtet Kriegsverbrechen am Grenzzaun zu Gaza


Eine Kommission der Vereinten Nationen hat schwere Vorwürfe gegen das israelische Militär erhoben.
In einem Bericht heißt es, bei den Unruhen an den Sperranlagen zum Gazastreifen mit vielen Toten und Verletzten hätten die Soldaten möglicherweise Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit verübt. 

DLF Meldung vom 28.02.2019

Das war gestern Mittag noch die Meldung des Tages: Eine UNO-Kommission, mit Mitgliedern aus vielen Ländern, kommt in ihrem Bericht zum Schluss, dass durch das israelische Militär bei den Demonstrationen am Zaun zum Gazastreifen wahrscheinlich Kriegsverbrechen behangen wurden. Dort kamen 250 Palästinenser ums Leben, die meisten durch Geschosse aus den Gewehren von israelischen Soldaten.

Mittags war das in den Headlines noch die erste Meldung, doch abends war es weder auf der Nachrichtenseite des BR-Radio noch in den Online-Seiten von tagesschau.de noch des DLF zu sehen. Keine Headline, kein Link mehr auf der Startseite. Die Nachricht von der wahrscheinlichen Anklage von Regierungschef Netanyahu verdrängte die Meldung leider vollständig. Hätte ich den DLF-Beitrag mittags nicht verschickt und mir so den Link gemerkt, ich hätte ihn nicht mehr so leicht gefunden. In der 20:15 Sendung der Tagesschau wurde der Bericht nach der Netanyahu-Meldung aber noch in einem Beitrag gesendet. Dem Online-Publikum erschließt er sich aber so leicht nicht.

In meiner Einschätzung wird das dem Bericht und seiner Wichtigkeit nicht gerecht. Die täglichen Meldungen von „am Zaun“ demonstrierenden erschossenen Palästinensern haben mich damals wirklich bewegt.

Damit er – trotz der „niedrig gehängten“ Handhabung dieser Nachricht in den ÖR-Medien – noch wahrnehmbar und lesbar ist, seien hier die Quellen zitiert:

Pressemitteilung zum Bericht auf ohchr.org

Website zum Bericht mit Download

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