Mais und Hochwasser

So schlimm das Hochwasser für die betroffenen Gemeinden und Haushalte ist, so sicher werden keine wesentlichen Konsequenzen daraus gezogen. Auch wenn Politik und Landwirtschaft die Einzigartigkeit des Wetters betonen und damit jeden Zusammenhang  mit Landwirtschaft, Flächenversiegelung, Flussbegradigung und Klimawandel großzügig vom Tisch wischen, sind Zusammenhänge gegeben. Mit Klimawandel und steigenden Temperaturen sind solche Ereignisse nach Einschätzung der Klimaforscher auch wahrscheinlicher geworden, das Schein-Argument „bei so einem Wetter könne man gar nichts machen“, wird also häufiger zu hören sein.

Ein Artikel der Welt thematisiert den Zusammenhang zum großflächigen Maisanbau auch in hügeligen Gebieten:

An den Flutschäden ist auch der Maisanbau schuld

Dieser Mais-Wahnsinn bleibt erhalten, denn zeitgleich drückt Bayerns CSU bei der umstrittenen Neufassung des EEG (Referentenentwurf als PDF) ironischerweise die Weiterförderung der Biogasanlagen durch, obwohl dies nach Expertenmeinung auch kontraproduktiv ist. Dies sorgt dafür, dass die Mais-Monokultur vielerorts erhalten bleibt. Das dabei auch die notleidenden Milchbauern den Kürzeren ziehen, da sie bei der Pacht von Flächen gegen die geförderte Biomasse nicht mehr den Zuschlag erhalten, fällt ebenso zeitgleich mit deren Förderung zusammen. Alles widrige Zusammenhänge, die in den Mainstream-Medien aber so nicht Thema sind. Die im Vergleich viel umweltfreundlichere Windkraft wird im Entwurf leider, IMHO zugunsten der großen Stromkonzerne gedeckelt, die erneuerbaren Energien werden im Ergebnis deutlich gebremst. Schade!