Boeing C-17 für das Handgepäck von Obama

Viel Wichtiges und noch viel mehr Unwichtiges ist über den G7 Gipfel von Elmau gesagt worden. Da habe auch ich noch ein unwichtiges Detail beizusteuern.

Ich habe den SZ-Artikel über den Hubschrauber-Piloten der Polizei, der die G7 Promis fliegt und die Maschine „Super Puma“ der Polizei überflogen. Dabei war der erstaunlichste Punkt, dass er nur 6 von 7 fliegt, weil Obama seinen eigenen Helikopter hat. Da so ein Hubschrauber ja nicht so einfach über den Atlantik kommt, habe ich mich gefragt, ob so einer dafür etwa in Ramstein stationiert ist oder extra hergebracht wird.

Letzteres ist der Fall: Der SZ-Artikel über die Planespotter auf der Jagd nach der Air Force One nennt:

Er hatte Glück die Woche und bekam eine amerikanische Boeing C17 vor die Linse, ein Transporter, der Obamas Limousinen und das halbe Dutzend Hubschrauber heranschaffte, mit denen der Präsident weiterfliegt.

Boeing C-17 Globemaster III

Was für ein Aufwand. Ein vierstrahliges Transportflugzeug für das Handgepäck des Präsidenten. Aber auch was für eine Macht- und Arroganzdemonstration: Die normalwichtigen werden von der deutschen Polizei geflogen, für einen US-Präsident kommt das nicht in Frage. Ebenso wie der Bayer sagt der Amerikaner wohl: Wer ko der ko.

Update 10.06.2015: Ein kluger Artikel der TAZ zur Rolle des „embedded“ Journalism bei dem Gipfel.

http://www.taz.de/Die-Medien-und-der-G-7-Gipfel/!5203225/