100 Tage Syriza-Regierung in Griechenland

Von Anfang war aus deutscher Regierungssicht und damit auch aus europäischer Sicht klar, dass es nicht zu einem Erfolg der Syriza-Regierung kommen darf. Dieser Weg wird konsequent umgesetzt und von großem Medienecho begleitet.

So senkte die EU-Kommission Ihre Wachstumsprognose für Griechenland dramatisch, nahezu alle Medien führen das auf die schlechte Arbeit von Griechenlands Regierung zurück. Sie vergessen dabei zu erwähnen, das bereits Ende 2014, als es klar war, dass es zu Neuwahlen kommen wird, die IWF Hilfskredite an Griechenland gesperrt hat. Dies und das  weitere Vorgehen der EU hat die Krise deutlich verschärft. Ein Blick in die Chronik zeigt, dass das Problem ein sehr lange schwelendes ist, und bei weitem nicht auf komplett die Syriza abgeladen werden kann, auch wenn es bequem für die Stammtische ist.

Im heutigen DLF-Interview 07.05.2015 mit Giorgios Chondros hat dieser Vertreter von Syriza es sehr eloquent und sachlich verstanden, die kritischen Fragen von Jasper Barenberg zu kontern, es rentiert sich ihm zuzuhören. Allein der Stil der Antworten widerspricht der falschen Darstellung vom Chaos durch diese Regierung.

 

Ich glaube nicht, dass es am Ende des Prozesses viele Gewinner geben wird, ich bin pessimistisch, die Syriza und damit Griechenland werden wohl nicht darunter sein. Für Deutschland und Europa kann es bestenfalls ein Pyrrhussieg werden.

Vertiefende Links:

http://www.nachdenkseiten.de/?p=25861

http://www.nachdenkseiten.de/?p=25763

Zu Varoufakis: http://www.taz.de/Kolumne-Eben/!159370/http://www.project-syndicate.org/commentary/greek-recovery-strategy-by-yanis-varoufakis-2015-05/german#Af5AZxjHx1lOGJPx.99 und http://www.nachdenkseiten.de/?p=25929

Und auch: Alfons zu Griechenland