Dieter Tremel

17. Oktober 2014

Jetzt darf ich mal wieder den stolzen Vater geben: Mein Sohn Hans, der für den SC Freising in der B-Jugend mit der Trikot-Nummer 94 Handball spielt, hat durch das Verhalten in einem Spiel einen „Fair Play“-Preis gewonnen:

http://hsg-isar-mitte.de/mannschaften/maennlich/b-jugend-maennlich/501-fair-play-preis-fuer-hans-schemmer.html

Hans hat, als der Schiedsrichter eine Strafe für den Gegner nach seinem Sturz beim Torwurf ausgesprochen hat, den Schiedsrichter eigenständig darauf hingewiesen, dass der Gegner dabei unschuldig war. Der Schiedsrichter hat daraufhin seine Entscheidung korrigiert, was alle Anwesenden zu spontanem Beifall angeregt hat. Fast wie in einem pathetischen Moment eines amerikanischen Films 😉

Man fragt sich natürlich schon ein bisschen, warum so ein Verhalten so selten ist und unüblich ist. Aber das ist wohl zuviel Idealismus, auch im Sport.

Wenn ich bei einem Spiel dabei bin, wundere ich mich immer, was sich die Schiedsrichter insbesondere aus dem Publikum wegen angeblicher oder tatsächlicher Fehlentscheidungen alles gefallen lassen müssen. Ich beneide sie darum nicht. Wikipedia sagt hierzu:

Die Gründe, warum die Verbände unter dem Schiedsrichtermangel leiden, sind vielfältig. Verbale Entgleisungen und Verunglimpfungen durch Spieler, Funktionäre und auch Besucher gegen die Schiedsrichter haben dem Ansehen und der Motivation der „Männer in Schwarz“ erheblichen Schaden zugefügt. In einer Saison werden rund 2000 Handballschiedsrichter ausgebildet. Ca. 60 % davon hören im ersten Jahr auf. Die mittlere Dauer der Schiedsrichtertätigkeit beträgt lediglich ca. 18 Monate.