Dieter Tremel

8. Februar 2014

Wie ich schon im Post Stage Piano geschildert, war das neue Klavier für Hanna das wichtigste Weihnachtsgeschenk 2013. Hanna lernt Klavier an der Musikschule Altdorf bei Herrn Erich M. Mayer, einem dort neuen, aber sehr erfahrenen Klavierlehrer. Bei meiner akut sehr hohen Klavierbegeisterung will ich das Spielen jetzt auch lernen, habe mich als „Spätberufener“ auch bei ihm eingeschrieben und schon die ersten Stunden gehabt. Macht viel Spaß, auch wenn die Trauben naturgemäß ganz schön hoch für mich hängen.

Nach langen Recherchen haben auch wir uns für ein digitales Instrument ohne eingebaute Lautsprecher entschieden, ein Kawai MP6 Stage Piano:

Gekauft haben wir alles komplett bei Piano Schweisser in Altdorf, einem lokalen Klavierhändler mit Meisterwerkstatt, der uns gut beraten hat und deswegen hier ausdrücklich lobend erwähnt werden soll. Obwohl ich sonst viel Online kaufe, viel mir die Entscheidung für den Kauf vor Ort nicht schwer, Herrn Schweissers Preise müssen sich hinter denen der großen Internet-Anbieter nicht verstecken.

Eine Zeit lang, haben wir auch mit einem konventionellen akustischen Klavier geliebäugelt. In Frage kam das Yamaha b1, eine Art VW Golf des Klavierbaus, aber die Kosten, insbesondere mit der Silent Option für Spiel mit Kopfhörer waren um ein vielfaches  höher als mit unserer jetzigen digitalen Ausstattung, das MP6 ist als bald auslaufendes Modell unschlagbar im Preis/Leistungs-Verhältnis. Wenn Hanna oder ich meisterlich werden sollten und uns nach einem akustischen Piano ist, kaufen wir uns lieber gleich einen Flügel. Aber das ist nur Zukunftsmusik, wir sind mit unserem digitalen Klang und dem Instrument sehr zufrieden. Digital ist eben transportabel, lässt sich auch mit Kopfhörer spielen, hat hochwertig gewählt einen besseren Klang als ein schlechtes akustisches Klavier, muss nie gestimmt werden und hat noch zusätzlich Features wie Recorder, Metronom. Hanna liebt die zusätzlichen Klänge, insbesondere die E-Pianos sind klasse.

Viele die sich dann für ein digitales Klavier entscheiden, nehmen eines mit Holzaufbau, der dem eines konventionellen Klavieres ähnelt, wohl auch weil sie Wert auf die traditionelle und bürgerliche Optik im Wohnzimmer legen. Bei den Preisen dieser Geräten in der Oberklasse kann man sich aber gleich ein „richtiges Klavier“ kaufen, transportabel sind sie dann auch wieder nicht. Aber zugegeben, die sehr technische Anmutung und Präsenz unseres Instrumentes im Wohnzimmer ist nicht jedermanns Sache.

Die Wahl für die externen Lautsprecher ist ganz bewusst so ergangen: Die Yamaha HS 8 Studiomonitore (auf den Ständern 26740 von K&M)  sind preiswert und edel zugleich, reproduzieren den Klang sehr genau, und sind garantiert besser, als die meisten eingebauten Lautsprecher. Beim Transport des Pianos müssen sie nicht getragen werden, bei „Auftritten“ braucht man vor Ort eh was anderes. Durch die Modularität, kann ich die Lautsprecher oder das Instrument jeweils durch ein anderes ersetzen oder ergänzen, ohne den Rest mit wegzuwerfen bzw. doppelt zu haben.

Das MP6 steht auf einem K&M 18953 Stagepiano-Klapptisch, der ist rock solid und unauffällig schön. Ein moderne Klavierbank mit Gasdruck-Höhenverstellung haben wir uns dazu geleistet, damit wir die Höhe schnell verstellen können. IKEA hat den Rest beigesteuert, das schmale Billy-Regal nimmt Noten, Kopfhörer und Krimskrams auf, die schwarze Schwanenhals LED Lampe „Jansjö“ für 10 EUR ist als Klavierlicht ideal. Eine Empfehlung dazu: Der halb-offene Studio-Kopfhörer Superlux HD-668 B ist trotz des Kampfpreises Klasse und jeden Cent wert.

Fazit: Pass gut, Hanna ist stolz auf ihr Instrument und auch ich freue mich jedesmal wenn ich spiele.

Ein Gedanke zu „Hanna’s Piano

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