Gegen die geplante Obsoleszenz

Die geplante Obsoleszenz, also das Konsumartikel eine geplante Schwachstelle oder vorgeplante kürzere Lebensdauer haben, ist ein bekanntes Phänomen. Jeder von uns hat es schon mal schmerzlich kennengelernt, wenn ein geliebtes Gerät nicht mehr wollte.

Versuchen Sie doch mal in einem Elektrorasierer den defekten Akku zu wechseln, das ist zerstörungsfrei nicht möglich. Fast genauso schwer ist es, auf dem Markt Rasierer ohne Akku zu finden, wie ich es nur noch mache. Bei diesen ist das Verschleißteil dann nur noch der Scher-Apparat. Aber: Dieser kostet dann als Ersatzteil ungefähr soviel wie ein neuer Rasierer, denn Rasierer ohne Akku sind sehr preiswert.

Durch eine gewissen Gegenbewegung, auch mit den „Repair-Cafes“, ist das Thema wieder neu belebt, auch im hervorragenden Beitrag des BR im „Bayerischen Feuilleton“:

Dinge wieder heil machen – Eine Re-Parabel – 01.02.2014
Rund 100 000 Jahre lang verstand sich der Mensch darauf, schadhafte Gegenstände des täglichen Gebrauchs wieder zu reparieren. Aber heute? Computer, Toaster oder Wassersprudler kaputt? Ab damit zum Wertstoffhof und Neugerät kaufen! Angesichts wachsender Kosten, schrumpfender Ressourcen und nicht zuletzt schwindender Fertigkeiten stellt sich die Frage: Muss, ja darf das so weitergehen? Hören Sie: „Dinge wieder heil machen“ – eine „Re-Parabel“ von Ulrich Zwack.

http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/bayerisches-feuilleton/dinge-wieder-heil-machen-zwack100.html