Geheimhaltung als Werkzeug

Der folgende Kommentar und Artikel zeigt, wie unter dem Deckmantel der Geheimhaltung von Mandatsträgern Informationen für die Öffentlichkeit zurückgehalten werden, damit die Menschen nicht zu viel nachdenken.

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Kommentar-Schwaerzungen-duerfen-nicht-missbraucht-werden-2082468.html

Nach meiner Wahrnehmung ist die nicht ein Nebeneffekt, sondern sogar Hauptzweck dieser Geheimhaltung: Es kann beliebig entschieden werden, worüber man informiert und worüber nicht.

Es wird immer so getan, als ob Edward Snowden die Wirksamkeit der NSA-Überwachung durch seine Veröffentlichungen gefährdet hätte, dabei wirken die meisten Überwachungen aber sogar mehr, wenn man von Ihnen weiß. Das ist doch wie mit Blitzer-Warnungen im Radio, die bewirken, dass teilweise weniger schnell an den gemeldeten Orten gefahren wird, aber gewiss nicht schneller. Die „Sicherheitslage“ verbessert sich durch diese Warnungen also sogar, wenn auch nicht die Erträge der Bußgeldstellen.

Natürlich kann man argumentieren, dass manch Terrorist nun nicht mehr ins Netz geht, da er ausweichen kann. Dies mag in einigen Fällen sogar wirklich so sein, aber ist es diese undemokratische Geheimhaltung und große Geringschätzung der Bürgerrechte wert?