Datenschutz als Beschäftigungsprogramm

Als neue Datenschutzbeauftragte wurde heute umstrittener weise Andrea Voßhoff gewählt, ein Schlag ins Gesicht all derer, denen Datenschutz wichtig ist, manche sprechen von Realsatire. So schreibt der BR in http://www.br.de/nachrichten/vosshoff-datenschutz-bundesbeauftragte-100.html:

Die vom Bundesverfassungsgericht gestoppte Vorratsdatenspeicherung: Andrea Voßhoff war dafür. Die Internetsperren: Voßhoff war dafür. Die Online-Durchsuchung, bei der mit einem speziellen Programm die Computernutzung von Verdächtigen aufgezeichnet wird: Voßhoff stimmte dafür. Das umstrittene und letztlich gekippte Acta-Abkommen: Voßhoff verteidigte es.

Das ist genauso passend, wie damals Dirk Niebel zum Entwicklungshilfe-Minister zu machen, einem Ministerium, das die FDP immer abschaffen wollte. Im Kern geht es darum Frau Voßhoff einen Posten zu verschaffen, da sie 2013 im Direktmandat Walter Steinmeier unterlag und auch nicht über einen Listenplatz in den Bundestag gekommen ist. Da war die CDU dann wohl der Meinung, dass Frau Voßhoff den Posten ihres Vorgängers Peter Schaar verdient hat, aber hat der Datenschutz auch Frau Voßhoff verdient?