PKW-Maut: So wertvoll wie ein kleines Steak, so nützlich wie ein Kropf

Die Begeisterung weiter Teile der Bevölkerung für die PKW-Maut habe ich zu keiner Sekunde verstanden. Mit dem Trostpflasterchen der angeblichen Kostenneutralität „für Deutsche“ lassen sich die meisten Menschen wohlwollend eine neue Gebühr aufdrücken und sind auch noch begeistert, gehts noch? Ob nach der nächsten und übernächsten Verteuerung der Vignette dann die Deutschen noch kostenbefreit und begeistert sind, wage ich zu bezweifeln.

Dabei ist eine Vignettenlösung immer höchst ungerecht: Der vielfahrende Handelsvertreter lacht nur darüber, die Familie mit dem Zweit-Kleinwagen, der hauptsächlich nur die Kinder im Ort spazieren fährt, spürt die Gebühr deutlich. Warum keine Lösung wie in Italien etc., die verbrauchsabhängig ist? Eine Grundpauschale ist unökologisch, unsozial und passt mit ihrer kontraproduktiven Regelungswirkung nicht in unsere Zeit! Welche tollen Blüten das treibt, kann man in Bregenz und Kufstein sehen.

Dass Innenminister Friedrich gerade eben die Idee hatte, die LKW-Maut-Kontrollbrücken für Fahndungszwecke zu benutzten, zeigt einen weiteren Aspekt: Das Vehikel PKW-Maut bringt ein Stück zusätzlicher Überwachung in unsere Welt.

Wie unlogisch der Erfolg von Horst Seehofer’s Idee ist, zeigt der folgende Artikel:

http://www.nachdenkseiten.de/?p=19200