Mega-Krise Euro-Krise

Das Besondere an der Euro-Krise ist, dass gerade oft Politiker und Wirtschaftsexperten aus der konservativen Ecke kritisch gegenüber den sogenannten Rettungspaketen sind. Man konnte dies bei den Abstimmungen für diese Pakete im Bundestag sehen, wo mehr Abgeordnete aus der Regierung dagegen gestimmt haben, als aus der rot-grünen Opposition. Nennen kann man hier Peter Gauweiler, Wolfgang Bosbach oder Hans-Werner Sinn.

Letzterer hat im Deutschlandfunk wieder mal ein Interview zu dem Thema Eurorettung gegeben, bei dem er sehr klare Worte spricht, die mehr Gehör verdienen:

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/2206398/

Zitat:

Im Grunde sind wir in dieser ganzen Rettungsmaschinerie dabei, diesen Maastrichter Vertrag zu brechen. Das begann mit den Entscheidungen vom Mai 2010, riesige Haftungsrisiken umzuladen auf die Steuerzahler, und da, finde ich, ist eigentlich das wirkliche Problem. Wir haben jetzt doch im Grunde drei Gruppen von Menschen. Wir haben einmal die Schuldner, die sitzen meistens in Südeuropa. Wir haben die Gläubiger, das sind die Investoren aus aller Welt, auch unsere Banken. Und wir haben die Steuerzahler. Schuldner und Gläubiger haben ein Problem miteinander, weil der Schuldner nicht zurückzahlen kann, und jetzt möchte man also, dass der Steuerzahler einspringt, die Gelder zur Verfügung stellt, damit die Gläubiger sich noch aus dem Staube machen können.