90 Milliarden, hauptsächlich für die Gläubiger

Die Grünen haben eine Studie über die Bankenrettung in der Europa in Auftrag gegeben und vorgestellt. Diese ist erwartungsgemäß wenig schmeichelhaft und weist handwerkliche Fehler im Vorgehen auf.

Vor allem aber zeigt das Papier, dass viel Geld vom Steuerzahler direkt zu den Gläubigern und Investoren geflossen ist, ohne über andere Modelle zu nachzudenken. In meiner Anschauung die größte und schamloseste Umverteilung von unten nach oben in der jüngeren Geschichte. Der Autor fordert daher eigentlich eine Selbstverständlichkeit:

Was können die Regierungen künftig also besser machen? „Entscheidend ist, dass die Staaten zuerst die Gläubiger beteiligen und erst danach mit Steuergeld helfen“, sagt Studienautor Dübel. Wichtig sei deswegen, dass die Euro-Staaten im Voraus festlegen, in welcher Reihenfolge wer zur Kasse gebeten werde.

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