Postwachstumsökonomie

Jeder, der nur halbwegs logisch denken kann, begreift, dass das Wachstum begrenzt sein muss, wenn es begrenzende Ressourcen gibt. Auf der Erde gibt es natürlich auch diese Grenzen, wie Fläche, Menge von Rohstoffen, Eingehende Energie von der Sonne.

Trotzdem ist heute das Maß aller Dinge das sogenannte Wirtschaftswachstum, von dem wir angeblich abhängig sind wie der Junkie vom nächsten Schuss. Immer wieder stellen sich Politiker vor die Mikrophone und behaupten, wenn wir nur mehr Wachstum hätten, werde alles gut. Das ist natürlich eine Lüge, wie die Geschichte zeigen wird.

Einer derer, die das gut und erfolgreich erklären, ist Niko Paech, Ökonomieprofessor aus Oldenburg, der Bereits in meinem Post „Wohlstand auch ohne Wachstum“ vorgestellt wird.

Anscheinen hat er einen guten Draht zu Bayern2 Radio, denn er kam jetzt wieder in 2 Sendungen, einem Feature und einem Portrait ausführlich zu Wort:

Wirtschaftswachstum: Darf’s ein bisschen weniger sein? – 03.07.2013
Um das Wirtschaftswachstum ist ein ideologischer Streit entbrannt. Die einen fordern zum Verzicht auf, wir sollten eher schrumpfen als wachsen. Andere sagen, wir brauchen Wachstum, sonst haben wir keine neuen Ideen mehr und allen wird es schlechter gehen. Aber brauchen auch Unternehmen immer mehr Wachstum? Oder können sie auch kreativ sein, ohne immer mehr haben zu wollen?
Nico Paech, Wirtschaftswissenschaftler – 05.07.2013
Nico Paech kritisiert das ständige Ziel des Wirtschaftswachstum. Und daher setzt sich der Ökonom damit auseinander, wie eine ökologisch verträgliche Lebensweise aussehen könnte. „Befreiung vom Überfluss“ heißt sein aktuelles Buch. Moderation: Stephanie Heinzeller