DB: Transparenz ist nicht gefragt

Seit den Plänen zum Börsengang der Bahn haben wir uns daran gewöhnt, dass aus dem gemütlichen Staatsbetrieb eine Cash-Cow werden soll. Für mich sind solche Privatisierungen mit unserem Tafelsilber nur eine versteckte Kreditaufnahme der Politik, wenn sie mit dem Geldsegen daraus bequem Geschenke für Klientel und Wahlkampf finanzieren können, ohne dass der Haushalt in Schieflage gerät. Die Pläne sind freilich gescheitert, Ex-Bahnchef Mehdorn darf jetzt im Berliner Flughafen Gutes tun.

Die Gepflogenheiten sind freilich noch die gleichen: Jährliche Gebührenerhöhungen + Steuergelder verschwinden in einem undurchschaubaren Geflecht von Untergesellschaften, so dass keiner weiß, ob die Kosten wirklich so stark steigen wie immer behauptet und ob das Geld im Sinne der Steuerzahler und Kunden verwendet wird. Rekordgewinne werden meist auf Kosten der Pendler gemacht, die keine Wahl haben. Wenn ich mir die Preise für eine Monatskarte der Bahn anschaue, weiß ich nicht wie zum Beispiel ein Niedriglohn-Empfänger aus Niederbayern oder dem Bayerischen Wald in München eine Arbeit annehmen soll, wenn schon das Ticket seinen Lohn fast auffrisst. Diese Flexibilität wird gefordert, aber wie meist nicht gefördert.

Der Bundesrat hat gerade dafür gesorgt, dass dies nicht durchschaubarer wird. Der folgende SZ Kommentar meint auch, das man sich darüber ärgern kann:

http://sz.de/1.1713089