Archiv für den Monat: April 2013

Calendar Reminder Popups als Höllenqual

Schon seit langem habe ich meine Termine in Google Calendar, auch einen Familienkalender führen wir in Googles Cloud. Das hat sich prima bewährt, weil alle unabhängig von der Örtlichkeit Termine eintragen und lesen können. Eine echte Erleichterung, das hat funktioniert.

Als Frontend benutze ich Thunderbird Lightning, früher mit https://addons.mozilla.org/de/thunderbird/addon/provider-for-google-calendar/, auch genannt GDATA Provider, wegen Änderung von Googles Unterstützung für Protokolle später ohne Provider, direkt mit CalDAV.

Doch jetzt bereitet mir das Höllenqualen, weil die Erinnerungsdialoge für Kalender-Termine zwar hochpoppen, aber nicht mehr zu schließen sind und immer wieder mit einem Pling erscheinen. Ein paar Tage dachte ich, ich habe das Problem alleine, aber siehe da, andere Leiden mit:

https://code.google.com/p/google-caldav-issues/issues/detail?id=69

Ob Google das zeitnah fixen wird, erscheint mir fraglich, haben sie doch das ClaDAV Protokoll für 16. September 2013 abgekündigt.

Derzeit habe ich als Lösung nur das Abstellen der Alarme, absolut unbefriedigend. Ob es eine Lösung geben wird, die das wohl einzig zukunkunftsträchtige Google Calendar API unterstützen wird, weiß ich noch nicht.

Das aktuelle Problem zeigt die Abhängigkeit von der Cloud: Wenn Google ändert, hat man kaum eine Möglichkeit zu reagieren, es bleibt das Problem ohne Lösung.

Wenn ich eine Lösung gefunden habe, poste ich sie hier. Ein schöne Möglichkeit scheint mir das Hosten eines eigenen Kalender-Servers, entweder auf einem NAS oder z.B. mit ownCloud.

Update 24.04.2013: Der issue ist gefixed, die neue Version soll bis Ende KW 18 eingespielt sein.

Dieter Tremel

17. April 2013

Hier mal wieder etwas in eigener Sache, von Vaterstolz geprägt.

Gestern hatte meine Tochter Hanna einen großen Tag, denn Ihr Einschulungstest in der Grundschule hat stattgefunden. Dass Hanna schulreif ist, war ich mir relativ sicher, aber das große Lob der beiden testenden Lehrerinnen hat mich um 2 cm wachsen lassen 🙂 Beate und ich haben uns darüber sehr gefreut.

Am späten Nachmittage hat Hanna noch eins drauf gesetzt: Sie wurde von einer Kindergartenfreunding mit zum Leichtathletiktraining der DJK Altdorf mitgenommen. Leichtathletik war immer die Wunsch-Sportart von mir für unsere Tochter, da es ein Sport ist, wo Weiblichkeit und Leistung wunderbar zusammen harmonieren. Ein messbarer Sport, bei dem gute Ergebnisse auch dem Laien unmittelbar sichtbar sind, nicht nur einer erfahrenen Schiedsrichter-Jury wie etwa beim Eiskunstlauf oder beim Turnen.

Die Trainerin wollte Hanna erst gar nicht nehmen, weil Kinder meist ab 6 Jahren als reif für dieses Training angesehen werden und sie das erst im August wird. Es sind auch sehr viele Kinder in dieser Gruppe. Nach dem Probetraining ganz anders: Hanna hat so konzentriert, ehrgeizig und freudig mitgemacht, dass sie positiv aufgefallen ist und dort als Nachwuchs wirklich willkommen ist. Für mich ist damit ein Wunsch in Erfüllung gegangen, ich würde mich freuen wenn die Kombination von Hanna und Leichtathletik eine Zukunft hat 🙂

Zyperns Schulden wachsen

Der Geldbedarf Zyperns ist, oh Wunder, von 17,5 Milliarden auf 23 Milliarden gewachsen, ein Zuwachs von 31,5 %, da kann man sich doch mal verrechnen, oder?

Hier nochmals die Rechnung, die ich auch schon in „Ist Zypern systemrelevant?“ aufgemacht habe:

23 Milliarden durch 778700 Einwohner gibt 29536 Euro pro Zyprischer Nase. Unglaublich. Zum Vergleich: Schuldenstand 2011 pro deutschem Bundesbürger 25000 Euro.

Link

Ein sympathischer Homöopathie-Gegner, Heinz Oberhummer,  gibt sich die Kugeln, um zu zeigen, dass nichts dran ist. Ich bin auf seiner Seite 😉

http://sz.de/1.1646956

Internetprovider leisten weniger

In einer groß angelegten Studie hat die Bundesnetzagentur die Qualität der Internet-Anschlüsse getestet. Ergebnis: Fragwürdig in Qualität und Vertragsgestaltung.

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Speed-Studie-Bis-zu-ist-ein-dehnbarer-Begriff-1840513.html

Die Originalstudie gibt es zum Download als PDF.

Wer will, kann auf http://www.initiative-netzqualitaet.de/ bis Ende Juni 2013 auch noch am Test teilnehmen. Auch die so wichtige Netzneutralität kann geprüft werden.

Steinwüsten in unseren Orten

Steinschüttungen sind gerade groß in Mode: Wo früher ein kleines Gartenstück mehr oder weniger liebevoll gepflegt wurde, gibt es jetzt nur noch ein Vlies und Split darüber, weil keiner mehr Zeit für die Pflege von sowas unnützem hat:

http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/notizbuch/steinwuesten-statt-blumenpracht-100.html

Die Natur bleibt dabei ebenso auf der Strecke wie unser Wohlbefinden: Kein Insekt, kein Wurm, kein Vogel, kein Igel findet dort mehr Nahrung! Keine Kühlung durch Verdunstung, im Gegenteil, nach einem sonnigen Sommertag strahlen diese Steinflächen noch lange Wärme ab. Ich freue mich schon auf die Experten, die ausrechnen können, wie viel wärmer unsere Städte dadurch werden. Aber dafür gibt es ja wieder Klimaanlagen.

Wurde früher noch ein Grünstreifen neben einem Parkplatz angelegt, wird jetzt auch noch dieses Alibigrün durch Steine ersetzt. Der boomende Hausmeisterservice muss dann nur noch Salz streuen im Winter (reichlichst, damit man sieht, wie gut er arbeitet) und Laubsaugen im Herbst (lang und laut, damit man merkt, wie gut er arbeitet).

Gerade eben im Notizbuch von Bayern 2 Radio ein guter Beitrag zu dieser in meinen Augen schrecklichen Mode.

Die Suche ist das Ziel

RadioactiveAlle Fraktionen sind zufrieden über den Kompromiss zur Endlagersuche für den Atommüll. Gorleben ist irgendwie noch drinnen aber doch nicht, Bayern käme wegen seines Granits auch in Frage, aber nach Söder doch nicht… Wenn alle so zufrieden sind, ist immer Skepsis angesagt.

Ich glaube: es wird nie ein Endlager geben. Die Suche ist hier Selbstzweck, es wird nichts gefunden werden. Die Zwischenlager auf dem Gelände der Atomkraftwerke werden für die meisten Standorte auch die langfristigen Lager sein. Schon der Begriff „Endlager“ suggeriert eine Lösung, die es in dieser Form wahrscheinlich gar nicht gibt. Das einzig sichere wäre es, vielleicht, die radioaktiven Abfälle in das Weltall zu schießen, aber dafür sind sie wohl zu schwer.

So wird man die Mauer in Ohu und anderen nur ein bisschen höher und sicherer bauen, was zum Teil ja schon passiert ist, und das war es dann. Vielleicht auch gar nicht das schlechteste, wie die beiden folgenden Artikel auf andenken:

http://www.freitag.de/autoren/marc-david/warum-das-zeug-verbuddeln

http://www.freitag.de/autoren/heinrich-faust/ewige-glut

Update vom 13.04.2013, Süßstoff zum Thema hinzugefügt:

Portugal in den Medien

Die Online-Medien an diesem Wochenende sprechen über die Atombomben in Nordkorea, viel über die Stühle im NSU-Prozess und noch mehr über den FC Bayern als Meister.

Ein Thema bleibt dabei auf der Strecke, dabei ist es für uns bedeutender als die obigen drei: Portugals Verfassungsgericht beurteilt die Einseitigkeit der Sparpläne der Regierung in Teilen als verfassungswidrig. Europa fällt als politisches und wirtschaftliches Konstrukt auseinander, und wir reden über Korea. Die Meldungen über das Urteil in Portugal muss man suchen, wenn dann am ehesten als Verurteilung des ach so verantwortungslosen Gerichts.

Dem möchte ich entgegenwirken, indem ich ein paar Links heraussuche:

http://www.taz.de/Kommentar-Portugal/!114100/

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/europaheute/2061471/ und als audio: