Steinwüsten in unseren Orten

Steinschüttungen sind gerade groß in Mode: Wo früher ein kleines Gartenstück mehr oder weniger liebevoll gepflegt wurde, gibt es jetzt nur noch ein Vlies und Split darüber, weil keiner mehr Zeit für die Pflege von sowas unnützem hat:

http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/notizbuch/steinwuesten-statt-blumenpracht-100.html

Die Natur bleibt dabei ebenso auf der Strecke wie unser Wohlbefinden: Kein Insekt, kein Wurm, kein Vogel, kein Igel findet dort mehr Nahrung! Keine Kühlung durch Verdunstung, im Gegenteil, nach einem sonnigen Sommertag strahlen diese Steinflächen noch lange Wärme ab. Ich freue mich schon auf die Experten, die ausrechnen können, wie viel wärmer unsere Städte dadurch werden. Aber dafür gibt es ja wieder Klimaanlagen.

Wurde früher noch ein Grünstreifen neben einem Parkplatz angelegt, wird jetzt auch noch dieses Alibigrün durch Steine ersetzt. Der boomende Hausmeisterservice muss dann nur noch Salz streuen im Winter (reichlichst, damit man sieht, wie gut er arbeitet) und Laubsaugen im Herbst (lang und laut, damit man merkt, wie gut er arbeitet).

Gerade eben im Notizbuch von Bayern 2 Radio ein guter Beitrag zu dieser in meinen Augen schrecklichen Mode.