Offshore-Geldmaschinen

Eine Montagsmeldung (eigentlich Osterdienstagsmeldung) von heute kommt von den Verbraucherschützern, die die Rentabilität von Offshore Windanlagen in Zweifel ziehen:

http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/ausstiegs-forderung-verbraucherschuetzer-halten-offshore-windkraft-fuer-irrtum/8007926.html

Zurecht meine ich. Wir erleben gerade eine Revolution: Die Zentralisierte Energiewirtschaft wird gerade dezentralisiert: Viele Windräder, Solarfarmen und vielleicht auch Wasserkraftwerke (die ich kritisch sehe) erzeugen überall in der Fläche Strom. Die Unternehmer und Profiteure sind dabei nicht nur die großen Stromkonzerne, sondern vielerlei Anbieter, auch der einzelne Landwirt oder die Genossenschaft einer Gemeinde. Da könnte vielleicht sogar ein Markt entstehen 😉

Siehe auch http://www.oeko.de/oekodoc/1512/2012-077-de.pdf

Da die Energie überall erzeugt wird, muss man sie auch nicht erst durch ganz Deutschland leiten. Und das beste: Die Anlagen stehen schon überall, die Einstiegsinvestition ist schon getan, auch wenn das EEG hier natürlich noch fordert.

Ganz anders die Offshore-Windparks: Sie sind die Renaissance des Zentralismus: Aufgrund des absurden Aufwandes können das natürlich wieder nur die Konzerne leisten, die sich von uns dafür bezahlen lassen. Die Anlagen liegen fernab von den Verbrauchern, allein der Anschluss an die Küste ist eine Herausforderung, die Weiterleitung nach Baden-Würtemberg ein Schildbürgerstreich. Aber irgendwie muss doch auch nach der Atomkraft eine Geldmaschine erhalten bleiben.

Hier muss ich nochmals auf die sehr gute Glosse des BR hinweisen, die ich in „Schlappe Energiewende“ schon gepostet habe.