Dokumentarfilmerin klagt gegen Antisemitismusvorwurf

Mit dem Vorwurf des Antisemitismus wird gerade verhindert, dass der Film „Wir weigern uns Feinde zu sein“ von Stefanie Landgraf und Johannes Gulde in Schulen gezeigt wird. Der Film zeigt eine Reise einer Jugendgruppe in die Krisenregion im Nahen Osten und wird vom freikirchlichen Pastor Hansjürgen Kitzinger als antisemitisch eingestuft, weshalb ein Bürgermeister die Verwendung in den Schulen gleich mal untersagt hat. Dabei wird der Film gerade auch von evangelischer Seite namhaft unterstützt und gefördert:

Schirmherr des Projekts: Landesbischof Dr. Johannes Friedrich
Gefördert von: 
Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern, Robert Bosch Stiftung, Auswärtiges Amt
Gesamtleitung und Durchführung: 
Pfarrer Eckart Bruchner, Interfilmakademie München/Antwerpen und Stefanie Landgraf & Johannes Gulde, Terra Media Corp., München.

Trotz des Streits wird der Film weiter von der Evangelischen Medienzentrale Bayern empfohlen.

Diesen Vorgang hat die TAZ in einem Artikel geschildert, ebenso die NRhZ, die Produktionsfirma Terramedia wehrt sich dagegen mit einer Erklärung und einer Klage gegen den Priester. Diese ist nun leider in erster Instanz gescheitert. Die Filmemacher wollen aber weiter klagen.

Beitrag im BR2 Notizbuch als Audio