Mildes Urteil für gewaltbereite Polizisten

Der Rosenheimer Polizeichef hat erwartungsgemäß ein mildes Urteil gefunden: Statt der von der Staatsanwaltschaft geforderten 21 Monate auf Bewährung bekommt er lediglich 11 Monate, natürlich genau das was seinem Beamtenstatus nicht schadet und so viel weniger weh tut. Damit ist er nicht automatisch amtsenthoben.

Dabei sprach der Richter von „unvorstellbarem Wut- und Gewaltausbruch“, den auch Zeugen und Gutachter mehrfach bestätigten. Ein anderer Polizist sprach von „überschrittenen Grenzen“.

In http://www.sat1bayern.de/news/20110927/pruegel-polizist-ist-thema-im-landtag/ ist zu lesen:

Denn das Ober­baye­ri­sche Volks­blatt in Rosen­heim will noch drei wei­tere Fälle auf­ge­deckt haben, in denen Rudolf M. bru­tal wurde! Er soll dabei unter ande­rem einen 14-Jährigen ver­letzt, einen Demons­tran­ten aus dem Auto her­aus mit Pfef­fer­spray atta­ckiert und einen Mann wegen einer Baga­telle vom Fahr­rad geris­sen haben. Keine der Anzei­gen der Betrof­fe­nen hatte bis dahin Erfolg. Ebenso wenige wie die Anzeige einer Fami­lie, die eben­falls von Beam­ten der Rosen­hei­mer Dienst­stelle atta­ckiert wor­den war. Im Gegen­teil: Sie muss sich wegen Wider­stands gegen die Staats­ge­walt verantworten!

In dieser Zeit war die Rosenheimer Polizei ständig wegen so etwas auffällig. Da sollte man doch meinen, dass bei dieser eindeutigen Beweislage auch einmal ein Urteil gesprochen wird, was so einen Polizisten wirklich trifft, und nicht nur eines, das es zulässt, sanft zur Tagesordnung über zu gehen.