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Shitstorm für Künast

Bei vielen Terrorangriffen der jüngeren Geschichte werden die Täter von der Polizei erschossen. Mag dies bei der Waffengewalt des Anschlags auf Charlie Hebdo noch geboten scheinen, so ist die Lage nicht immer so eindeutig.

Gerade eben hat der Anschlag auf einen Zug bei Würzburg Aufsehen erregt, der Täter wurde von einer zufällig anwesenden Spezialeinheit wohl auf Distanz erschossen. Renate Künast hat bei Twitter gefragt, warum man den Angreifer nicht kampfunfähig geschossen hat, eine Frage die bei Spezialkräften auf Distanz, bei einem 17-jährigen Täter ohne Schusswaffen durchaus erlaubt sein sollte. Dafür hat sie aber einen herben Shitstorm geerntet. Ich meine, sie durfte dies fragen, aus meiner Sicht ist es gut, wenn dies überhaupt noch jemand fragt. Jakob Augstein sieht dies in seinem Artikel ähnlich:

https://www.freitag.de/autoren/jaugstein/gerechtigkeit-entsteht-vor-gericht

So widerwärtig die Taten auch sein mögen, ich glaube unsere Gesellschaft könnte aus den Aussagen der Täter, aus deren Motiven und Beweggründen etwas lernen und sich verbessern. Bei dem Norwegischen Attentäter Breivik hat dies auch funktioniert. Deswegen ist ein überlebender Täter aus meiner Sicht für uns wertvoller als ein toter.

Nicht nur deswegen darf man nach dem Vorgehen der Polizei durchaus fragen. Ein staatliches Gewaltmonopol ist nur legitim, wenn solche Fragen auch als legitim angesehen werden und nicht als „Klugscheißerei“ wie durch Rainer Wendt.

Deutschland Nummer drei im Waffenverkauf

Deutschland steht in einer neuen Rangliste jetzt an dritter Stelle im Weltweiten Waffenverkauf.

An der Graphik in http://www.spiegel.de/fotostrecke/ruestungsranking-die-wichtigsten-waffen-exporteure-und-importeure-fotostrecke-94406-2.html kann man interessante Fakten ablesen:

  1. USA hat als Topkunden Südkorea, mit großem Volumen. Vielleicht erklärt das die innige Freundschaft zu Nordkorea?
  2. Deutschlands bester Kunde ist erstaunlicherweise Griechenland. Haben sich nicht viele Leute gefragt, warum wir deren Schulden solange nicht bemerkten? Die Win-Win Situation geht so: Anleger geben Banken Geld, Banken geben Griechenland Geld, Griechenland kauft bei deutschen Betrieben, Griechenland hat kein Geld mehr zum Zurückzahlen, Steuerzahler geben Banken und damit Anlegern Geld. Bis auf die Steuerzahler und die meisten Griechen gibt es also nur Gewinner in dem Spiel.
  3. China’s wichtigster Kunde ist Pakistan. Waren das nicht Verbündete der USA?

Auch der Rest des Artikels ist Interessant. Wer hätte zum Beispiel gedacht, dass Singapur fast genauso viele Waffen importiert wie China?