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Der neue Rundfunkbeitrag ergibt pro Jahr etwa 800 Millionen mehr

Nach einer Studie ergibt sich beim neuen Rundfunkbeitrag entgegen einer oft geäußerten Behauptung ein Plus von 800 Millionen Euro pro Jahr. Die Reform war nach meiner Einschätzung weder verfassungskonform noch aufkommens-neutral.

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/gebuehren-einnahmen-studie-drei-milliarden-euro-fuer-ard-und-zdf-12842330.html

Dabei halte ich den öffentlich-rechtlichen Rundfunk für wichtig, doch die Sendungen und Angebote, die das rechtfertigen sind eher preiswert, nicht die Kostentreiber. So zahlen wir für Wetten das Werbesendungen, Till-Schweiger-Tatorte und viele Gehälter und Pensionen immer mehr, eine Kostendämpfung ist durch den Zwangs-Beitrag nicht zu erwarten.

ARD komplett im Netz

Die ARD haben Ihr komplettes Programm ins Web gestellt. Wenn jetzt auch noch das Depublizieren nach 7 Tagen aufhören würde, ist das richtig was für unsere (seit 1.1.2013: Zwangs-) Gebühren.

http://www.heise.de/newsticker/meldung/ARD-streamt-komplettes-Programm-von-Das-Erste-1776536.html

http://live.daserste.de/

http://www.ardmediathek.de/

„Depublizieren“, schon das Wort ist absurd

Schön, wenn ich mit der CSU einer Meinung bin, aber eigentlich kommen die Idee im Rundfunkgebühren-Staatsvertrag doch aus dieser Ecke:

http://www.heise.de/newsticker/meldung/CSU-kritisiert-Depublizieren-oeffentlich-rechtlicher-Inhalte-1739371.html

Schon im Artikel über die Tagesschau App habe ich mich über die unsägliche 7-Tages Beschränkung ereifert. Ich hoffe, sie fällt. Das Gangnam-Style Video wird auf Youtube 500 Millionen mal gesehen, aber tolle Sendungen werden nach 7 Tagen aus dem Netz genommen. Betrifft sogar meine Blog-Artikel wie z.B. Versprechen in der Euro-Krise, die leiden darunter, dass die Videos nicht mehr verfügbar sind.

Update: Jetzt ist das Gangnam Style Video auch nicht mehr verfügbar, dank der Wohltaten der GEMA in Deutschland. Siehe zu diesem Thema auch den Radiobeitrag in Wer kontrolliert das Wissen? – Die Zukunft unserer digitalen Kultur.

Quo vadis, öffentlich rechtlicher Rundfunk?

Gerade aktuell das Urteil zur Tagesschau App:

Ich teile die Meinung der ARD-Vorsitzende Monika Piel:

„Ich sehe mich in meiner Einschätzung bestätigt, dass diese Auseinandersetzung im Grunde nur medienpolitisch und nicht juristisch zu lösen ist.“

Das ganze geht zurück auf die unsägliche Änderung des Rundfunkstaatsvertrages von 2008, wo festgelegt wurde, dass der Rundfunk im Internet nicht den Verlegern Konkurrenz machen darf. Seither dürfen Internet-Streams von Sendungen nur mehr 7 Tage und Sport nur 24h veröffentlicht werden, alles andere muss inhaltsleer und mit Sendungsbezug sein. Kurz: Im Medium der Zukunft darf der Rundfunk nur kastriert auftreten, damit er nicht zu attraktiv ist. Was habe ich mich darüber schon geärgert.

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