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München unterwirft sich Microsoft

LiMux LogoSchon länger pfeiften es die Spatzen (und ich) von den Dächern: Münchens OB Reiter wird das Linux-Vorzeigeprojekt LiMux aus der Münchner Stadt-IT werfen und Microsoft wieder geben, was es einst verloren hat. Durch den Politikwechsel auf Rot-Schwarz und den Umzug der Microsoft-Zentrale von der Randgemeinde Unterschleißheim nach München waren die Weichen gestellt. Jetzt ist es offiziell.

Dabei wurden gegen Linux und LibreOffice keine wirklich fundierten Sachgründe angegeben, man versteckt sich hinter vagen Aussagen und Studien, die Firmen anfertigen, die Microsoft nahe stehen.

Der Wechsel ist von hoher Symbolkraft und daher für Microsoft Gold Wert, für München aber ein Armutszeugnis und der Beginn in eine lange Zeit der erneuten Abhängigkeit von Microsoft, und ausländischen Ressourcen. Die Lizenzkosten sowie der erneute Umstieg werden hohe Kosten für den Münchner Steuerzahler generieren

Ein weiterer, nie genannter Aspekt ist der Umzug-Zielort: Statt wie vorher verkehrsgünstig am Ring der A92, ist die Zentrale jetzt am Ende der A9, der Nürnberger Autobahn auf dem ehemaligen Langenscheidt-Gelände. Staus sind hier auch ohne Microsoft vorprogrammiert, welchen Sinn so etwas verkehrspolitisch und Stadtentwicklungs-technisch macht, erschließt sich mir nicht.

Quelle: München unterwirft sich Microsoft – Laptop und Lederhose passen doch nicht zusammen | NachDenkSeiten – Die kritische Website

Update 13.04.2017: Guter Artikel hierzu im Tagespiegel:
http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/it-in-der-oeffentlichen-verwaltung-europas-fatale-abhaengigkeit-von-microsoft/19628246.html

Dieter Tremel

6. Juni 2014

Heute habe ich die erste Lektion eines Online-Kurses abgeschlossen:

Oracle Massive Open Online Course: Develop Java Embedded Applications Using a Raspberry Pi May 2014

Der Kurs ist kostenlos und ich habe mich erstmal nur zögerlich angemeldet, weil ich nicht schon wieder eine neue Baustelle haben wollte. Doch die Materie ist recht interessant auch für konkrete Projekte, der Kurs überzeugt gleichzeitig mit hoher Qualität, und ich bin inzwischen sehr angetan bis begeistert.

Der Kurs lehrt anhand eines Beispiels die Entwicklung von Anwendungen mit der neuesten Java Micro Edition (JAVA ME EMBEDDED, JMEE) auf der populären „Volks-Hardware“, dem Raspberry Pi. Da ich auch schon mal ein Projekt in der Sprache C mit einem Atmel AVR gemacht habe, bei dem ich alles von Grund auf gelöst habe, kann ich die Erleichterungen, welche die Kombination JMEE 8 und der Raspberry Pi bietet, gut ermessen.

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Debian 7 „Wheezy“ erscheint Anfang Mai

debian logoDas neue Release der Linux Distribution Debian, Version 7.0 Wheezy, soll Anfang Mai erscheinen. Da die Release-Zyklen dieser Distribution immer sehr  konservativ und langsam sind, ist das ein jeweils ein gewichtiges Ereignis, zuletzt gab es das vor 27 Monaten mit „Squeeze“. Die Namen der Ausgaben sind immer den „Toy Story“ Filmen entnommen, Wheezy ist der kleine Pinguin.

Schon sehr lange stütze ich mich in meinen Server-Aufgaben auf Debian ab, bin aber die letzten Jahre zu Ubuntu, das auch auf Debian basiert, abgeschweift. Jetzt möchte ich mit Wheezy wieder Debian einsetzten. Genau diese Langsamkeit und Langfristigkeit ist für Serveraufgaben ein Vorteil, da hier jede Änderung eine Störung des Betriebes ist. Kommerziell getriebene Distributionen wie früher SuSE Linux haben hier viel Hektik verbreitet.