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Hahnspektakel!

Als ich 1999 aus Freising nach Altdorf gezogen bin gab es in Altdorf und vor allem Landshut viel Neues kennen zu lernen und wirklich auch sich anzueignen. Zum Beispiel dass man nicht „Volksfest“ wie in Freising sondern „Dult“ zu den großen Festen sagen musste, sonst kapiert keiner, wovon man spricht. Auch Negatives gab es, etwa hat mich die Verkehrsüberwachung gleich in den ersten Tagen einmal richtig ausgenommen. Aber das ist eine andere Geschichte.

Etwas sehr Positives war die Entdeckung des Schwarzen Hahns, einer Traditions-Gaststätte nahe der Martinskirche. Die alte Immobilie, der charismatische Wirt Kelly Baumann, die von ihm mit Vorliebe bestimmte Musikauswahl, das Publikum nicht auf einen Alterskreis festgelegt, sondern auf eine Lebenhaltung, die eingeschränkte Essensauswahl, das alles hat mich sofort an meine geliebte Studentenkneipe in Freising, den „Klimperkasten“ erinnert, den es zwar immer noch gibt, aber so wie in meiner Erinnerung naturgemäß nicht mehr. Deshalb war es mit dem Schwarzen Hahn Liebe auf den ersten Blick.

Das klingt jetzt so als wäre ich dort Stammgast, leider nicht, da ich gar nicht mehr so der „Ausgeher“ bin, aber zum Beispiel nach einem Besuch der ganz nahen VHS-Kurse ist ein Bier im Hahn immer eine Option. Das Programmkino Kinoptikum, mit dem der Hahn in Nachbarschaft und Symbiose lebt, ist auch eine Empfehlung wert.

Beim der letzten JamSession der Jazzfreunde Landshut habe ich über den Musiker Richard Köll vom Hahnspektakel erfahren, einem mehrtägigen Festival, das die 40 Jahre der Wirtschaft feiert. Köll tritt dort neben vielen anderen Künstlern mit seiner Band auf und spielt guten Jazz. Location ist sogar Altdorf und von mir aus leicht zu erreichen, ideal. Das Programm ist sehr vielseitig und attraktiv, diese Tage werde ich dort sicher anzutreffen sein. Da möchte ich hier doch auch mal darauf hinweisen, so dass ich dort viele Freunde treffen kann:

HAHNSPEKTAKEL 2015

29. Juli bis 2. August
40 Jahre Schwarzer Hahn
Das Festival zum Jubiläum im Bierparadies Altdorf

http://www.wartamoi.de/spektakel/

Landshuter lehnen Bauvorhaben ab

Landshuter lehnen Trausnitzaufzug und Westtangente ab

Landshut: Die Menschen in der niederbayerischen Stadt haben einem geplanten Aufzug von der Altstadt zur Burg Trausnitz eine klare Absage erteilt. Beim gestrigen Bürgerentscheid waren mehr als 80 Prozent der Teilnehmer gegen das Projekt. Der Aufzug sollte aus Sicht der Stadt mehr Touristen nach Landshut holen. Die Kritiker bemängelten die hohen Kosten sowie Eingriffe ins historische Stadtbild und in die Natur. Ebenfalls abgelehnt haben rund 54 Prozent der Bürger die geplante Westtangente um die Altstadt. Die Wahlbeteiligung lag bei rund 40 Prozent.

Zitat von oben aus den BR Nachrichten. Für beide Entscheidungen war ich als Altdorfer Bürger zwar nicht wahlberechtigt, finde sie aber richtig.

Der Burgaufzug zur Trausnitz hätte für relativ wenige Besucher den Dreifaltigkeitsplatz zu einem Warteplatz für die Burg gemacht. Schlechtes Kosten-Nutzen-Verhältnis.

Viel wichtiger die Westtangente, eine neuer Straßen-Bypass, der vermutlich nur dem Industrie- und Einkaufsgebiet in Landshut West nutzt, ohne von überregionaler Bedeutung zu sein. Für ihn wäre viel Geld ausgegeben worden und ein Abschnitt der Isarauen, den die Landshuter intensivst zur Naherholung nutzen, weitgehend entwertet worden.