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Eingriff in die Demokratie – die Manipulations-Tools des GCHQ

Bereits im Post „NSA: Nicht nur lesen sondern manipulieren“ habe ich auf die schändlichen Planungen des britischen Geheimdienstes GCHQ hingewiesen, die öffentliche Meinung durch Fakes im Internet zu manipulieren und missliebige Personen in Misskredit zu bringen.

Das Magazin Breitband von Deutschlandradio Kultur hat sich des Themas angenommen:

http://breitband.deutschlandradiokultur.de/brb140719/

Wider den Routerzwang

Schöne neue Welt: Während beim klassischen DSL Anschluss die Wahl beim Kunden liegt, was am für ein Gerät am Splitter hängt, ist bei den Anschlüssen der nächsten Generation, Kabel oder Glasfaser, nur ein vom Provider vorgeschriebenes Modell zulässig. Dies hat für den Provider viele Vorteile, für den Verbraucher fast nur Nachteile:

  • Kostengünstige oder leistungsfähigere Modelle können nicht in Betrieb genommen werden. Nicht nur im professionellen Umfeld ist dies ein großer Nachteil, den ich in meiner Arbeit immer wieder beobachten kann.
  • Die günstige und aggressiv beworbene Monatspauschale für das Internet wird klammheimlich um eine Mietgebühr für den Router ergänzt, die nur im Kleingedruckten steht. Diese trägt aber nennenswert zu den Kosten bei, und ist viel variabler vom Provider zu steuern.
  • Orwell 2.0: Mit einem Zwangsgerät, dessen Eigenschaften ich nicht nachprüfen kann, ist eine unbemerkte Überwachung leicht möglich. Ebenso wie die sogenannten „intelligenten Stromzähler“ sind diese Geräte trojanische Pferde im eigenen Haus, die jegliche Information über Nutzungsgewohnheiten und den Netzverkehr zum Provider oder weiter zu BND und NSA liefern können.

Die Proteste dagegen sind also sehr verständlich. Doch die Politik und die Bundesnetzagentur hören mehr auf die Lobbyisten, wie die beiden folgenden Artikel gut im Detail belegen:

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Transparenzverordnung-kommt-Routerzwang-bleibt-2249972.html

http://www.golem.de/news/chaos-computer-club-bundesnetzagentur-schafft-routerzwang-nicht-ab-1403-105442.html

Streaming kann Besitz nicht ersetzen

In einem aktuellen Fall wird mal wieder der Hauptnachteil von Streaming deutlich: Disney meint, dass Amazon-Käufer Ihre Weihnachtsfilme besser im Juli anschauen sollen, damit Disney sie zweimal verkaufen kann:

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/streaming-disney-loescht-weihnachtsfilm-fuer-amazon-kunden-a-939297.html

In einem bösen Spruch sage ich manchmal: „Mach die Augen zu, dann weißt Du, was Dir gehört!“. Genau so ist es beim Streaming von Musik und Filmen (und ähnlich auch beim EBook): Man erwirbt nur ein Nutzungsrecht und hat keinen Besitz. Der Fall im Artikel demonstriert, wie feinfühlig die Rechteinhaber damit umgehen.

Auch wenn Streaming bequem ist, man stelle sich mal nur einen finanziellen Abstieg vor. Eine CD-Sammlung, oder moderner, die MP3 Sammlung auf der Festplatte, die man in liquiden Zeiten erworben hat,  kann man weiter abhören, der Streaming-Vertrag wird gekündigt und vorbei ist es mit dem Medien-Konsum. Das für das Streaming gezahlte Geld ist trotzdem weg. Alles wird virtueller, auch unser Konsum.

Breitband-Entwicklungsland Deutschland

Mein Wohnort ist nicht der Nabel der Welt, deswegen ist kaum mehr als 6000 Kbit/s Internet Bandbreite zu kriegen. Ein full HD-Streaming von Videos ist damit nicht möglich. Ich bin zufriedener Kunde von Vodafone (früher Arcor). Die Telekom verspricht zwar mehr, das habe ich aber nicht verbindlich zugesagt bekommen und die Art, wie die Telekom zu Neuverträgen kommen will, ist gelinde gesagt, fragwürdig. Ich sollte einen Portierungsauftrag unterschreiben, bevor ich einen Telekomvertrag und dessen Bedingungen zu Gesicht bekommen habe.

Dabei muss ich noch froh sein, überhaupt DSL zu haben, nur ein paar hundert Meter Luftline entfernt gibt es gar nichts. Dass Deutschland im Kontext eher Entwicklungsland als High-Tech-Nation ist, zeigt der folgende Artikel mit vielen Zahlen und Details. Das die schwarz-gelbe Regierung hier keine gute Figur macht, kommt dabei auch heraus. Statt die Rahmenbedingungen für einen Ausbau entweder finanziell oder gesetzgeberisch zu schaffen, bedeckt man sich mit nur Feigenblätter wie die LTE-Verpflichtung der Provider.

Mich wundert immer noch, dass die Privatisierung von Netzen immer noch als witschaftspolitisch sinnvoll angesehen wird. Die Folge ist jeweils ein geringer Ausbau bzw. eine fahrlässiger Umgang mit der Pflege und Wartung des Netzes, egal ob Wasser, Strom, Bahnnetz. Lediglich beim Kassieren der Gebühren sind die privaten Anbieter vorbildlich.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/schmalband-deutschland-warum-unser-internet-immer-noch-zu-langsam-ist-a-901508.html

Internetprovider leisten weniger

In einer groß angelegten Studie hat die Bundesnetzagentur die Qualität der Internet-Anschlüsse getestet. Ergebnis: Fragwürdig in Qualität und Vertragsgestaltung.

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Speed-Studie-Bis-zu-ist-ein-dehnbarer-Begriff-1840513.html

Die Originalstudie gibt es zum Download als PDF.

Wer will, kann auf http://www.initiative-netzqualitaet.de/ bis Ende Juni 2013 auch noch am Test teilnehmen. Auch die so wichtige Netzneutralität kann geprüft werden.

ARD komplett im Netz

Die ARD haben Ihr komplettes Programm ins Web gestellt. Wenn jetzt auch noch das Depublizieren nach 7 Tagen aufhören würde, ist das richtig was für unsere (seit 1.1.2013: Zwangs-) Gebühren.

http://www.heise.de/newsticker/meldung/ARD-streamt-komplettes-Programm-von-Das-Erste-1776536.html

http://live.daserste.de/

http://www.ardmediathek.de/

„Depublizieren“, schon das Wort ist absurd

Schön, wenn ich mit der CSU einer Meinung bin, aber eigentlich kommen die Idee im Rundfunkgebühren-Staatsvertrag doch aus dieser Ecke:

http://www.heise.de/newsticker/meldung/CSU-kritisiert-Depublizieren-oeffentlich-rechtlicher-Inhalte-1739371.html

Schon im Artikel über die Tagesschau App habe ich mich über die unsägliche 7-Tages Beschränkung ereifert. Ich hoffe, sie fällt. Das Gangnam-Style Video wird auf Youtube 500 Millionen mal gesehen, aber tolle Sendungen werden nach 7 Tagen aus dem Netz genommen. Betrifft sogar meine Blog-Artikel wie z.B. Versprechen in der Euro-Krise, die leiden darunter, dass die Videos nicht mehr verfügbar sind.

Update: Jetzt ist das Gangnam Style Video auch nicht mehr verfügbar, dank der Wohltaten der GEMA in Deutschland. Siehe zu diesem Thema auch den Radiobeitrag in Wer kontrolliert das Wissen? – Die Zukunft unserer digitalen Kultur.

Kabelverlegung an der A92

Ein neugieriger Mensch, wie ich bin, wollte ich wissen, was die Bagger- und Kabelverlegungsarbeiten an der Autobahn A92 für einen Zweck haben.

Die Antwort ist im Web zu finden: Diese Kabel dienen zum einen der Autobahndirektion Südbayern für ihre interne Kommunikation, zum anderen aber auch, um Niederbayern mit schnellem Internet zu versorgen.

http://www.amplus.ag/neuigkeiten/newsdetails/artikel/schnelles-internet-auf-110-autobahnkilometer/