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Griechische Europawahlergebnisse im Medienloch

Heute am Montag nach der Europawahl wollte ich mich über die Wahlergebnisse in Griechenland informieren. Mit der Erfahrung: Es war ein Suchspiel ohne große Treffer. Die Ergebnisse von Griechenland blieben nicht nur unkommentiert, sondern in fast allen Medien des öffentlich rechtlichen Rundfunks und Webs nahezu unerwähnt. Wer einen Link von den Mainstream-Medien findet, möge Ihn bitte als Kommentar hinterlegen.

Warum ist es einerseits so interessant, dass zum Beispiel in Dänemark eine rechte Partei Erfolge erzielt hat, aber vom großen Wahlerfolg der linken Syriza-Partei in Griechenland, die dort stärkste Kraft geworden ist, erfährt man nichts? Nach den Ereignissen der Euro-Rettung in Griechenland mit dem hohen deutsch-griechischen Konfliktpotential ist das doch auch für uns von Bedeutung, oder sehe das nur ich so?

Das zeigt mal wieder, nur wer sich im Web selbst informieren kann und eine pluralistische Sammlung von Links zur journalistischen Seiten und Bloggern hat, ist heute wirklich informiert, die Mainstream-Medien versagen hier mehr und mehr. Dabei habe ich gestern auf den Schweden-Krimi im ZDF gewartet, der wegen der Wahlsendungen erst gegen 23:00 beginnen sollte. Das ZDF hat überzogen, erst gegen 23:20 war alles zur Wahl gesagt, da hat die Zeit wohl nicht gereicht für soviel Erkenntnisse. Das Wort Griechenland habe ich während des Wartens aber nicht vernommen, den Krimi habe ich dann sausen lassen und lieber geschlafen.

Ich reiche deswegen hier eine detaillierte Betrachtung zum Griechischen Ergebnis nach:

http://www.nachdenkseiten.de/?p=21844

Update 27.05.2014:
Etwas konnte ich doch noch finden:

http://www.berliner-zeitung.de/home/griechenland–eine-wahl-mit-vielen-botschaften,10808950,27253518.html

http://www.deutschlandfunk.de/europawahl-in-griechenland-linkspopulisten-gewinnen.795.de.html?dram:article_id=287470

Griechenland: Linkspartei Syriza gewinnt Europawahl

Und von heute:
http://www.deutschlandfunk.de/rechtsradikalismus-ich-weiss-wie-opa-ums-leben-kam.1247.de.html?dram:article_id=282350

Geheimnisvolle Subventionen in der Energiebranche

Jetzt nach der Wahl kommt es wieder: Stets gibt es einen Hinterbänkler oder Experten, der die Verbraucher darauf „vorbereitet“, dass die Strompreise stark steigen werden. Neben ernsthaften Warnern sind die meisten davon Gehirnwäscher, die die Empörungskurve dazu abmildern wollen. Immer wird dabei betont, dass es nur die erneuerbaren Energien sind, die dazu führen. Dass das nicht stimmt hat der sehenswerte Dokumentarfilm „Preistricks beim Strom“ gezeigt: Es sind nicht die erneuerbaren Energien, die den Strom verteuern, sondern nur die Gesetze dazu.

Das wird auch in dem EU-Bericht deutlich, den EU-Kommissar Oettinger jetzt korrigieren ließ:

http://sz.de/1.1793957

90 Milliarden, hauptsächlich für die Gläubiger

Die Grünen haben eine Studie über die Bankenrettung in der Europa in Auftrag gegeben und vorgestellt. Diese ist erwartungsgemäß wenig schmeichelhaft und weist handwerkliche Fehler im Vorgehen auf.

Vor allem aber zeigt das Papier, dass viel Geld vom Steuerzahler direkt zu den Gläubigern und Investoren geflossen ist, ohne über andere Modelle zu nachzudenken. In meiner Anschauung die größte und schamloseste Umverteilung von unten nach oben in der jüngeren Geschichte. Der Autor fordert daher eigentlich eine Selbstverständlichkeit:

Was können die Regierungen künftig also besser machen? „Entscheidend ist, dass die Staaten zuerst die Gläubiger beteiligen und erst danach mit Steuergeld helfen“, sagt Studienautor Dübel. Wichtig sei deswegen, dass die Euro-Staaten im Voraus festlegen, in welcher Reihenfolge wer zur Kasse gebeten werde.

http://sz.de/1.1723186

Was tun gegen PRISM?

Dass die totale Überwachung kein Naturgesetz sein muss, zeigt der folgende Artikel. Die Gesetzteslage wurde sogar extra dazu geschaffen, gegen den Willen der europäischen Datenschützer. So etwas hört man von den verantwortlichen Politikern, die jetzt „beunruhigt“ sind und „prüfen“ wollen, aber nie.

http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2013-06/prism-eu-fisa-datenschutz

Portugal in den Medien

Die Online-Medien an diesem Wochenende sprechen über die Atombomben in Nordkorea, viel über die Stühle im NSU-Prozess und noch mehr über den FC Bayern als Meister.

Ein Thema bleibt dabei auf der Strecke, dabei ist es für uns bedeutender als die obigen drei: Portugals Verfassungsgericht beurteilt die Einseitigkeit der Sparpläne der Regierung in Teilen als verfassungswidrig. Europa fällt als politisches und wirtschaftliches Konstrukt auseinander, und wir reden über Korea. Die Meldungen über das Urteil in Portugal muss man suchen, wenn dann am ehesten als Verurteilung des ach so verantwortungslosen Gerichts.

Dem möchte ich entgegenwirken, indem ich ein paar Links heraussuche:

http://www.taz.de/Kommentar-Portugal/!114100/

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/europaheute/2061471/ und als audio:

EU-Kommission will Wasser-Schindluder

Da gibt es doch schon genügend Beispiele wie Berlin und genügend Dokumentationen in TV und Radio, die zeigen, dass die Privatisierung der Wasserversorgung ein Unsinn für den Bürger ist. Trotzdem setzt sich die EU-Kommission für eine neue Gesetzeslage ein, die der Privatisierung Vorschub leistet.

Monitor in der ARD hat es noch einmal zum Thema gemacht: http://www.wdr.de/tv/monitor/sendungen/2012/1213/wasser.php5

Hier kann man dagegen unterschreiben: http://www.right2water.eu/de

Weitere Quellen zum Thema: Weiterlesen

Portugals Soldaten stellen sich gegen den Sparkurs

Gestern im Weltspiegel kam ein beeindruckender Beitrag über einen Protestmarsch portugiesischer Soldaten in Lissabon gegen den Sparkurs:

http://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/weltspiegel/sendung/swr/2012/portugal-veteranen-100.html

http://mediathek.daserste.de/sendungen_a-z/329478_weltspiegel/12420730_portugal-veteranen-der-nelkenrevolution-proben

Beate und ich haben uns ja in Portugal kennengelernt, viele Plätze und Ecken kannte ich noch sehr genau und konnte sehen, wieviele Menschen es waren. Bemerkenswert, wenn sich Eliten des Landes so breit gegen die europäische Politik stellen, auch Soldaten, die schon an der Nelken-Revolution beteiligt waren. Das wird kein leichter Besuch für Merkel.