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Den wilden Gram macht die Gewohnheit zahm

„Den wilden Gram macht die Gewohnheit zahm“ schreibt William Shakespeare. Will meinen: Wenn ein Missstand nur lange genug besteht, regt man sich nicht mehr darüber auf. Und so ist es auch in Sachen Griechenland: Der wilde Gram der Austeritätsgegner ist inzwischen zahmer Gleichgültigkeit gewichen.

Aus einem Kommentar in der taz in meinem Sinne:

Quelle taz.de: Kommentar Griechische Austeritätspolitik: Macht der Gewohnheit

Sollen wir aufhören zu sparen?

Gerade eben gehört: Ein sehr schönes Bayern-2-Tagesgespräch vom 21.10.2014 zum Thema Wirtschaftspolitik:

Sparen oder ausgeben – was ist in Krisenzeiten am sinnvollsten? Frankreich schlägt eine Aufgabenteilung der besonderen Art vor: Frankreich spart 50 Milliarden, Deutschland investiert die gleiche Summe. Was halten Sie davon? Diskutieren Sie mit!

 

So manche Hörer waren sehr konstruktiv, aber insbesondere der Experte im Studio, Prof. Max Otte, Ökonom an der Fachhochschule Worms, Autor des 2006 erschienenen Buchs „Der Crash kommt“ überzeugte durch die Klarheit seiner Aussagen. Ein Medienprofi der Wirtschaftswissenschaften, den ich bisher noch nicht kannte. Interessanterweise ist er Mitglied der Atlantik Brücke, hat aber im Gespräch die Vernachlässigung europäischer Wirtschaftsinteressen gegenüber den geopolitischen und wirtschaftspolitischen der USA im Rahmen der Ukraine-Krise deutlich kritisiert. Es geht also doch beides.