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Ständige Publikumskonferenz der öff.-rechtl. Medien

Mit der Petition „Raus mit Markus Lanz aus meinem Rundfunkbeitrag!“ hat sich Maren Müller bekannt gemacht. Die Petition hat sie ja zurückgezogen, aber mit der Gründung des Vereins „Ständige Publikumskonferenz der öff.-rechtl. Medien“ bleibt sie weiter eine Aktivistin gegen Mißbrauch der öffentlich-rechtlichen Medien.

Nach Durchschau einiger Programmbeschwerden muss ich sagen, die leisten eine ganz gute Arbeit und versuchen mit konkreten recherchierten Belegen unsachliches Arbeiten in den Nachrichtenredaktion von ARD und ZDF und anderswo nachzuweisen und mit Programmbeschwerden darauf zu reagieren. Gut, wenn sich unabhängige Beobachter diese Arbeit machen.

Gute Beispiele, alle drei zu Berichten über die Konflikte in der Ukraine:

Ukraine-Konflikt: ARD-Programmbeirat bestätigt Publikumskritik

Einseitig finden die Berichterstattung in den Mainstream-Medien, in diesem Fall der ARD,  nicht nur viele Zuschauer, sondern auch die zuständigen Gremien. So kritisierte der ARD-Programmbeirat die Berichterstattung als „Fragmentarisch“, „tendenziös“, „mangelhaft“ und „einseitig“. Der Grad der Kritik ist beispiellos in der Geschichte der ARD. Geleakt wurde das Protokoll von der Zeitschrift Telepolis:

http://www.heise.de/tp/artikel/42/42784/1.html

Der Artikel nennt Details, einzelne besonders schlechte oder auch bessere Sendungen und gibt auch Reaktionen auf die Kritik mit an.

Update 26.09.2014: Schwer getroffen schreit man über die Kritik auf, vergleicht sie sogar mit Stalinismus:

http://www.nachdenkseiten.de/?p=23397

Update 27.09.2014: Eine Artikel des Spiegel zum Vorgang auseinander genommen:

http://www.wirtschaftundgesellschaft.de/2014/09/spiegelrundfunkbeiratkritik-an-ukraine-spiegel-online-fuhlt-sich-wohl-durch-kritik-des-ard-programmbeirats-mit-angegriffen-durchaus-zurecht/

ARD komplett im Netz

Die ARD haben Ihr komplettes Programm ins Web gestellt. Wenn jetzt auch noch das Depublizieren nach 7 Tagen aufhören würde, ist das richtig was für unsere (seit 1.1.2013: Zwangs-) Gebühren.

http://www.heise.de/newsticker/meldung/ARD-streamt-komplettes-Programm-von-Das-Erste-1776536.html

http://live.daserste.de/

http://www.ardmediathek.de/

Quo vadis, öffentlich rechtlicher Rundfunk?

Gerade aktuell das Urteil zur Tagesschau App:

Ich teile die Meinung der ARD-Vorsitzende Monika Piel:

„Ich sehe mich in meiner Einschätzung bestätigt, dass diese Auseinandersetzung im Grunde nur medienpolitisch und nicht juristisch zu lösen ist.“

Das ganze geht zurück auf die unsägliche Änderung des Rundfunkstaatsvertrages von 2008, wo festgelegt wurde, dass der Rundfunk im Internet nicht den Verlegern Konkurrenz machen darf. Seither dürfen Internet-Streams von Sendungen nur mehr 7 Tage und Sport nur 24h veröffentlicht werden, alles andere muss inhaltsleer und mit Sendungsbezug sein. Kurz: Im Medium der Zukunft darf der Rundfunk nur kastriert auftreten, damit er nicht zu attraktiv ist. Was habe ich mich darüber schon geärgert.

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