All about that bass

Als Smartphone-Spätberufener habe ich immer noch so meine Entdeckungen: Radio on Demand. Während die „Welt am Morgen“-Nachrichten-Magazin-Sendungen, wie sie in Bayern2 und im Deutschlandfunk morgens laufen, mangels Themenvielfalt immer weniger mein Interesse finden, kann ich mit Anwendungen wie der DLF Audiothek viel selektiver meiner Leidenschaft für das Radio nachgehen. So höre ich inzwischen statt des laufenden Programms morgens beim Zähneputzen damit ausgewählte Sendungen. Ironischerweise habe ich früher verächtlich von Leuten gesprochen, die „mit dem Smartphone in die Dusche gehen“, genau das mache ich jetzt fast.

Dabei entdecke ich immer wieder tolle Sendungen und Features, die mich informieren, meinen Horizont erweitern und mich gleichzeitig amüsieren. Hier also mal so ein subjektiv ausgewähltes Beispiel: Eine knappe Stunde über den Bass in der Musik in der Reihe „Freistil“, wie für mich gemacht, mit einem ganzen Bausch von Themen vom Basso continuo des Barock bis Reggae, Drum and Bass und Dubstep, musikalisch, historisch und technisch betrachtet. Empfehlung!

http://www.deutschlandfunk.de/die-kultur-der-tiefen-toene-bass-ist-boss.866.de.html?dram:article_id=407415

Die Kultur der tiefen Töne

Bass ist Boss

Booom! Basstöne sind wie Detonationen. Sie fahren in die Magengrube und lassen Kirchen, Kinos und Clubs erzittern. Als ästhetisches Ausdrucksmittel haben die tiefen Frequenzen ihre Spuren am deutlichsten in der Musik hinterlassen.

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Der Butter auf die Semmel

Drei Kinder haben von mir leider kein Bayerisch gelernt, obwohl ich es im Alltag durchaus gerne spreche, wenn ich vertraut bin teilweise auch mit Kunden. Bei meinen Kindern habe ich wohl eine Ausnahme gemacht, schade, dass es nicht gelungen ist.

Mein Partnerin kommt aus Hessen, deshalb ist es bisweilen schwierig. Bei „der Butter“ oder „die Butter“ zum Beispiel bin ich tolerant, aber beim „Schiiiimsee“ für das große bayrische Gewässer kenne ich kein Pardon, das muss „Kiemsee“ heißen 😉

Es gibt keinen, der das so schön erklären und belegen kann, wie Gerald Huber vom Bayrischen Rundfunk, schon oft habe ich seine Beiträge genossen. Heute wurde mal wieder ein 16 Minuten langer Beitrag mit Klassikern (Semmel, der Butter, die Stranizn, …) gesendet, der viele Sachen fundiert klärt. Sogar, wo das „Hochdeutsche“ herkommt…

Als Patriot und Zuagroasta umbedingt anhören! (Den Brustton der Überzeugung von manchen der Straßeninterviews, dass nur Bayern Menschen seien, muss man sich halt wegdenken.)

Quelle: BR Podcast Zeit für Bayern

Trumps Militärpolitik – Mehr Zerstörung, weniger Transparenz

Ein ständiger Ansatzpunkt für politischen Protest ist der Einsatz von Drohnen durch die USA, teils mit mittelbarer Mithilfe von Deutschland durch die Militärbasen des Bündnispartners in unserem Land. Leider hallt der Protest in der breiten Öffentlichkeit selten wider.

Für mich ist das in den meisten Fällen politischer Mord, der zwar teuer, aber durch die Technik einfach und für den Auftraggeber relativ gefahrlos geworden ist, und so gerne eingesetzt wird. Ein Prozess findet weder im Vorfeld noch nachher statt und die Gründe für den Einsatz liege neben der Standardfloskel „Böser Terrorist“ selten offen, deshalb sehe ich keine Rechtsstaatlichkeit. Gut heißen kann man das nur, wenn man Hegemonialpolitik geschmeidig findet oder den „Krieg gegen den Terrorismus“ für unverzichtbar hält.

Ein gute Gelegenheit, mal wieder darüber nachzudenken, bietet das Politische Feuilleton des DLF vom 15.02.2018:

Es gibt ein Projekt, das Donald Trump von seinem Vorgänger Barack Obama rigoros weiterführt: die Drohnenangriffe. Tausende Zivilisten starben dadurch in den ersten Monaten von Trumps Präsidentschaft.

Quelle: Trumps Militärpolitik – Mehr Zerstörung, weniger Transparenz

30 Jahre „Blade Runner“: Legende mit Fehlstart 

Ein guter Artikel in SPON zur Entstehungsgeschichte von Ridley Scott’s Blade Runner. Auch finde den Film Kult und in meiner persönlichen Best-Of-Liste steht er weit oben.

Bildgewaltig, philosophisch, desaströs: Wie ein Besessener hatte Ridley Scott an seinem neuen Sci-Fi-Film gebastelt – und dabei die Crew fast in den Wahnsinn getrieben. 1982 stellte er sein Werk einem Testpublikum vor. Doch die Zuschauer von „Blade Runner“ verstanden nur Bahnhof.

Quelle: 30 Jahre „Blade Runner“: Legende mit Fehlstart – SPIEGEL ONLINE – einestages

echo@tu-berlin.de eingestellt

Das wird jeder IT-Administrator kennen: Der Echo-Mailer echo@tu-berlin.de ist ideal zum Testen eines frisch eingerichteten Email-Kontos, da er jede Email nahezu unverzögert als Antwort zurückschickt. Damit kann man senden (SMTP) und Empfangen (IMAP) auf einmal testen, den nicht IT-Kundigen ist meist nicht bewusst, dass es sich um zwei relativ unabhängige Mechanismen handelt.

Leider ist das auch Geschichte: Der Dienst ist seit 2018 eingestellt und antwortet nicht mehr. Ich vermute im Zuge der Umstellung auf Exchange-Server wurde das weggekürzt.

Die Wikipediaseite https://de.wikipedia.org/wiki/Echo-Mailer nennt andere, ich denke echo@univie.ac.at ist momentan der beste Ersatz.

Prinzessin mit 170 Tonnen

Eine 35 m lange Motor-Yacht mit 170 Tonnen, Typ Princess 35M wird nach Düsseldorf zur Boot transportiert. Welche ein unglaublicher Aufwand, auch das müssen die zukünftigen Eigner ja irgendwie mit bezahlen.

Princess 35M

Transport der Princess 35M auf die Boot nach Düsseldorf. Bildquelle: dpa, tagesschau.de

Und so stellt man sich das Leben darauf vor: Frauen in weißen Kleidern, Männer mit weißen Hemden, keiner macht sich schmutzig. Erinnert an Rafaelo und die Lord-Extra-Werbungen früher im Kino 🙂

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