Archiv für den Monat: Juni 2014

Wer hat Angst vor Dschihadisten?

Als echter Christoph Süß Fan kann ich natürlich den guten Süßstoff von letzter Woche nicht auslassen. Gruseligen Stimmen von Innenministern und weiblichen Verteidigungsministern…

Isis – die neue Terrorgefahr

Die Entwicklung im Irak ist besorgniserregend. Die Terrorgruppe Isis treibt dort gerade ihr Unwesen. Doch wir hier, im weit entfernten Westen, haben keine Angst vor dem Terror.

Virale Medienwelt

Ich blogge hier gerade über Journalisten, die über Journalisten schreiben, die Youtube-Videos von edlen, lebensrettenden Katzen als virales Marketing und Hoax (Fälschung) bezeichen. Ganz schön künstlich, oder? Aber so ist unsere Medienwelt heute wohl, hat ein bisschen was von Münchhausens sich selbst am Schopf aus dem Sumpf zu ziehen. Dabei gäbe es doch eigentlich nach wie vor auch substantiellere Themen 😉

http://www.taz.de/Youtube-Hit-Cat-saved-my-Son/!141040/

http://www.heise.de/tp/artikel/42/42018/1.html

http://www.everyjoe.com/2014/05/14/play/cat-saving-boy-from-dog-video-fake-real-hoax/

Auf das Video sei hier verzichtet, da ich es auch für gestellt halte. Ist aber in den Links zu sehen.

Kurzstudie zur historischen Entwicklung der EEG-Umlage

Die erneuerbaren Energien dienen immer noch als Sündenbock für die Strompreis-Steigerungen, die die EEG Umlage verursacht. Dabei ist es nicht die Art Strom zu erzeugen, die die Kosten schafft, schließlich wird doch plötzlich viel mehr, ja sogar oft zuviel Strom produziert. Es sind die Ausgleichszahlungen für die bisherigen großen Player und Kraftwerksbetreiber, die bedingt durch das so absurde gewollte Regelwerk den Preis treiben. Allerdings nur für die Haushalte, der Preis für die Großverbraucher sinkt und, dank vieler Ausnahmen, beteiligen sie sich auch kaum an dem EEG-Kosten.

Jetzt soll auch noch der Eigenverbrauch damit belegt werden, wenn man selbst in eine Anlage investiert und den Strom inhouse verbraucht, grotesk. Mal sehen, was unsere GroKo heute „unter Zeitdruck“ als Überraschungscoup während der Fußball-WM dazu beschließt.

Eine Kurzstudie zur historischen Entwicklung der EEG-Umlage, die das Frauenhofer-Institut jüngst veröffentlicht hat,  zeigt viele interessante Details:

Die EEG-Umlage wird häufig als Indikator für die Kosten der Energiewende herangezogen und hat in den letzten Monaten für viel Diskussion in Politik und Medien über die Bezahlbarkeit des Stroms in Deutschland gesorgt, denn sie ist von 0,19 Cent/kWh im Jahr 2000 auf mittlerweile 6,24 Cent/kWh in 2014 gestiegen. Diese Kurzstudie gibt einen Überblick über die historische Entwicklung der EEG-Umlage und über die verschiedenen Faktoren welche zu diesem signifikanten Anstieg beigetragen haben. Wie sich zeigt, spielen neben dem reinen Ausbau der erneuerbaren Energien noch weitere Faktoren eine entscheidende Rolle.

http://www.ise.fraunhofer.de/de/downloads/pdf-files/data-nivc-/kurzstudie-zur-historischen-entwicklung-der-eeg-umlage.pdf

 

Friedrich L. Bauer wird 90

Der Begründer der Informatik in Deutschland, Friedrich L. Bauer, feiert seinen 90. Geburtstag. Als ich mein Studium an der TU-München begann, hatte ich zwar keine Vorlesung mehr bei ihm, aber er war noch in aller Munde. Sein Geist schwebte quasi immer umher, sein Algol 68 wurde als Lehrsprache benutzt und seine Bücher von vielen Professoren als „Muss“ empfohlen. So stellt er auch für mich eine Erinnerung dar, obwohl ich leider nicht mehr direkt bei ihm gehört habe.

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Ein-Geburtstag-fuer-den-sich-die-NSA-nicht-interessiert-Dem-Informatik-Pionier-Friedrich-L-Bauer-zum-90-2218104.html

Die nächste Rettung

Christoph Süß im Süßstoff der Woche bringt es wieder auf den Punkt: Nach den systemrelevanten Banken retten wir die (auch relevanten?) Lebensversicherer, da die EZB den Leitzins auf absurde Werte gesetzt hat. Diesmal retten wir allerdings nicht zugunsten der Anleger, sondern auf deren Kosten. Süß sieht uns deswegen im „Schmollmodus“.

Da könnte ich jetzt schadenfroh schreiben, dass ich nie ein Fan der Kapitallebensversicherung war, da sie mehr für die Provisionen der Verkäufer als für den Versicherten günstig ist. Aber bei den Zahlen in Deutschland muss man das doch anders sehen: „2004 bestanden in Deutschland 95 Millionen Verträge mit einer Kapitalanlage von 618 Milliarden Euro“. Das sind mehr Verträge als Bundesbürger!

PS.: Beim Schreiben fällt mir auf, dass die Rechtschreibprüfung das Wort „systemrelevant“ rot unterringelt. Kluges Programm!

Wasserversorgung als Kampfmittel

Zufällig ist die Wasserversorgung in der Ukraine genau in den pro-russisch besetzten Städten Slawjansk und Kramatorsk unterbrochen worden, angeblich durch Kämpfe. Das zeigt doch, welchen geringen Stellenwert die Bevölkerung in diesen Konflikten hat.

Die russische Forderung nach Hilfskorridoren für Flüchtlinge bleibt natürlich unberücksichtigt, da es nach Einschätzung der Ukrainischen Regierung diese Flüchtlinge gar nicht gibt. Warum auch aus Großstädten flüchten, wo es kein Wasser mehr gibt…

http://www.tagesschau.de/ausland/ostukraine-100.html

Verteidigungsfall am Hindukusch

Immer noch klingt mir der Satz von Peter Struck in den Ohren, mit dem er sicherlich in den Geschichtsbüchern stehen wird: „Die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland wird auch am Hindukusch verteidigt.“ Dies steht im krassen Widerspruch zu der Geisteshaltung des Grundgesetzes und auch zu jener, die ich in meinem Grundwehrdienst vor langer Zeit kennen gelernt habe. Damals war eine Bundeswehr als internationale Interventionsarmee noch undenkbar.

Der CSU-Vorsitzende Peter Gauweiler, der immer wieder für seiner Partei unbequeme Meinungen steht, hat es in einer Rede sehr gut formuliert, Chapeau!

http://www.sueddeutsche.de/politik/gauweiler-rede-bei-der-bundeswehr-zurueck-zur-landesverteidigung-1.1988409

Download der Rede als pdf von Peter Gauweilers Seite

Dieter Tremel

6. Juni 2014

Heute habe ich die erste Lektion eines Online-Kurses abgeschlossen:

Oracle Massive Open Online Course: Develop Java Embedded Applications Using a Raspberry Pi May 2014

Der Kurs ist kostenlos und ich habe mich erstmal nur zögerlich angemeldet, weil ich nicht schon wieder eine neue Baustelle haben wollte. Doch die Materie ist recht interessant auch für konkrete Projekte, der Kurs überzeugt gleichzeitig mit hoher Qualität, und ich bin inzwischen sehr angetan bis begeistert.

Der Kurs lehrt anhand eines Beispiels die Entwicklung von Anwendungen mit der neuesten Java Micro Edition (JAVA ME EMBEDDED, JMEE) auf der populären „Volks-Hardware“, dem Raspberry Pi. Da ich auch schon mal ein Projekt in der Sprache C mit einem Atmel AVR gemacht habe, bei dem ich alles von Grund auf gelöst habe, kann ich die Erleichterungen, welche die Kombination JMEE 8 und der Raspberry Pi bietet, gut ermessen.

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