Archiv für den Monat: April 2013

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Das Spiel mit den Kugeln auf dem grünen Samt hat mir schon immer gefallen. Während meiner Studentenzeit habe ich viel gespielt, auch in meiner ersten Anstellung bei der iXOS Software GmbH haben wir ein Billard Turnier gemacht. Leider komme ich heute zu wenig dazu.

Da macht doch ein Artikel wie der folgende über Snooker-Eliten große Freude.

http://www.taz.de/Snooker-WM-mit-Ronnie-OSullivan-/!115182/

Radiowissen zum Wegwerfen

Ein lieblingsthema von mir ist die geplante Obsoleszenz, deswegen aus aktuellem Anlass wieder ein Post, das die schönen Radiowissen-Beiträge vom Tage anpreist:

Früher Verschleiß eingeplant? – Obsoleszenz von Geräten

Die künstliche Verkürzung der Lebensdauer von Produkten nennt die Wirtschaftswissenschaft Geplante Obsoleszenz. Dass Firmen die mögliche Lebensdauer absichtlich technisch verkürzen, ist im Einzelfall kaum nachzuweisen. Autor: Lukas Grasberger

Kaufen für die Tonne? – Das Haltbarkeitsdatum bei Lebensmitteln und Medikamenten

Wir leisten uns ein hohes Maß an Verschwendung: Jeder Bürger in Deutschland wirft im Durchschnitt mehr als 80 Kilogramm Lebensmittel pro Jahr weg. Verbraucher vertrauen dem aufgedruckten Datum mehr als den eigenen Sinnen. Autorin: Maike Brzoska

Italien auf dem Weg?

Das Zauberwort der aktuellen europäischen Demokratie heißt große Koalition, wie eben in Italien angestrebt und wohl jetzt auch realisiert. Für mich heißt das: Alle, die vorher das Schlamassel angerichtet haben, aber nichts daran ändern wollen, sitzen vereint an den geliebten Honigtöpfen der Macht. Für Einschnitte am Sozialsystem finden sich leicht große staatstragende Mehrheiten, für Reformen des irrwitzigen italienischen Wahlsystemes sicherlich nicht. Und alle werden die Kontinuität loben, mit der der Crash in die Zeit nach der Regierung der Protagonisten verschoben wird. Schauen wir mal, was Enrico Letta fertig bringt. Mit 46 Jahren ist er wenigstens noch frischer als Berlusconi.

http://www.freitag.de/autoren/ed2murrow/die-gefaehrliche-revolution-von-giorgio-ii

http://sz.de/1.1657607

Trennung von Kirche und Staat

Im vorangegangen Post zu dem Urteil über konfessionslose Kinder wurden in den Kommentaren zum freitag.de Artikel immer wieder die mangelnde Trennung von Kirche und Staat beklagt, zurecht, wie ich meine. Kirche und Staat leben in Deutschland eher in Symbiose als getrennt. Sehr erstaunlich war, dass das Land Brandenburg nach der Wiedervereinigung recht schnell wieder in eigentlich anachronistische Konkordatsverträge gezwungen wurde, obwohl kaum religiöse Anteile an der Bevölkerung sind. Für etwa 3% Katholiken wurde dieser Vertrag geschlossen, interessanterweise von der SPD, nicht von den Parteien die ein „C“ im Namen führen. Mit solchen Verzerrungen befasst sich auch der folgende Telepolis Artikel:

http://www.heise.de/tp/artikel/38/38899/1.html

Heidenkinder lernen beten

Ein bemerkenswertes Gerichtsurteil ist in Rheinland-Pfalz ergangen: Konfessionslose Kinder eines getrennten Paares mit gemeinsamem Sorgerecht werden per Gericht durch den Vater, gegen den Willen der Mutter, gezwungen am Religionsunterricht teilzunehmen:

http://www.freitag.de/autoren/magda/kinder-lernt-beten

http://www.olg-koeln.nrw.de/presse/l_presse/

Das Argument der besseren Eingliederung kommt immer wieder, meistens sogar von den konfessionslosen Eltern konfessionsloser Kinder. Gerade wieder erlebe ich es bei der Schuleinschreibung von Hanna: Viele Eltern lassen Ihre konfessionslosen Kinder auf Antrag an der katholischen Religionslehre teilnehmen, weil sie sich einen bessere Klassenaufteilung und Chancengleichheit erhoffen. Dabei habe ich von mehreren Lehrern die Aussage, dass die Zeiten von „Ausländerklassen“ lange vorbei sind und viel mehr die Ortsteile wegen der Schulbusse ein Kriterium sind. Die Kinder verschiedener Konfessionen lernen gemeinsam und gehen für den Religionsuntericht auf Wanderschaft in ein anderes Zimmer. Ich bin geneigt das zu glauben.

Da es recht viele konfessionslose Kinder sind geben die Eltern hier freiwillig Gestaltungsspielraum ab: Statt den Ethikuntericht für eine stetig steigende Anzahl  Kinder attraktiv zu gestalten, stecken sie Ihre Kinder wider die Überzeugung in die Religionslehre und schaffen so erst die benachteiligte Minderheit, die sie vermeiden wollen. Hier sind die Lehrer und Schulen oftmals weiter als die Eltern.

Mindestlohn vernichtet Arbeitsplätze?

„Mindestlohn vernichtet Arbeitsplätze“, dieses Mantra wird immer wieder von Wirtschaftexperten verbreitet. Das Argument der Arbeitsplatz-Vernichtung wird in unserer Zeit immer als das finale Argument verwendet, wenn die Diskussion beendet sein soll. So stelle ich mir ein „Gott will es so“ im Mittelalter vor, da kann man auch nicht mehr viel dagegen sagen.

Eine Gegenposition vertritt Franz-Josef Möllenberg, Chef der Gewerkschaft Nahrung, Genuss und Gaststätten, heute Morgen im Interview im Deutschlandfunk sehr vehement und kompetent.

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/2078966/

Debian 7 „Wheezy“ erscheint Anfang Mai

debian logoDas neue Release der Linux Distribution Debian, Version 7.0 Wheezy, soll Anfang Mai erscheinen. Da die Release-Zyklen dieser Distribution immer sehr  konservativ und langsam sind, ist das ein jeweils ein gewichtiges Ereignis, zuletzt gab es das vor 27 Monaten mit „Squeeze“. Die Namen der Ausgaben sind immer den „Toy Story“ Filmen entnommen, Wheezy ist der kleine Pinguin.

Schon sehr lange stütze ich mich in meinen Server-Aufgaben auf Debian ab, bin aber die letzten Jahre zu Ubuntu, das auch auf Debian basiert, abgeschweift. Jetzt möchte ich mit Wheezy wieder Debian einsetzten. Genau diese Langsamkeit und Langfristigkeit ist für Serveraufgaben ein Vorteil, da hier jede Änderung eine Störung des Betriebes ist. Kommerziell getriebene Distributionen wie früher SuSE Linux haben hier viel Hektik verbreitet.