Archiv für den Monat: September 2012

Dieter Tremel

30. September 2012

Ich höre gerade die Sonntagsbeilage in Bayern2 Radio, sei jeher eine meiner Lieblingssendungen. War früher von Michael Skasa gestaltet zwar noch besser, aber dessen Literaturwissen ist wohl nicht so einfach zu ersetzen.

Beschneidungsrecht: Thema verfehlt

http://www.sueddeutsche.de/wissen/gesetzentwurf-des-bundesjustizministeriums-beschneidungsrecht-fuer-alle-1.1480166

Da wollte sich mal wieder mal beim Waschen keiner nass machen: Ein Gesetzentwurf, der das Problem leugnet und ein einfaches „Weiter so“ ermöglicht, ohne eine Position zu beziehen.

Da hat ein mutiger Richter ein Urteil gefällt, das eine wichtige Diskussion angestoßen hat, die damit wieder vom Tisch soll. Nach meiner Überzeugung ist es durchaus zu diskutieren, ob das religiöse Selbstbestimmungsrecht so weit gehen darf, kleinsten Kinder körperlich Veränderungen irreversibel und schmerzhaft zuzufügen.

Im Kern sehe ich eine Machtdemonstration der Priester darin: Der Lebensbeginn muss vom Priester abgesegnet werden, für Kind und Eltern ehrfurchtgebietend und beindruckend, sonst wird es kein richtiger Mensch. Die Religion und die Priester besetzen diese wichtigen Zeitpunkte im Leben der Menschen mit Ihren Ritualen.

Deswegen ist es auch so wichtig, dass es ein Priester und nicht ein Arzt macht, dann wäre diese Wirkung nicht gegeben. Die schwammige Formulierung „medizinisch fachgerecht“ ermöglicht dies ganz elegant, das kann ja jeder, ohne Arzt zu sein.

Das hat auch nichts mit Antisemitismus oder Muslimfeindlichkeit zu tun, sondern mit dem Setzen von Prioritäten: Individuelles Persönlichkeitsrecht vor religiösem Gruppenzwang. Deswegen sind auch alle Religionen, auch die christlichen, hier so einig in Ihrem Wehklagen.

Ich hoffe, es finden sich genügen Organisationen, die weiter dagegen juristisch vorgehen, damit dieses Thema noch in der Diskussion bleibt.

http://www.giordano-bruno-stiftung.de/meldung/mein-koerper-gehoert-mir
http://pro-kinderrechte.de/wp-content/uploads/2012/08/faq_beschneidung.pdf

Quo vadis, öffentlich rechtlicher Rundfunk?

Gerade aktuell das Urteil zur Tagesschau App:

Ich teile die Meinung der ARD-Vorsitzende Monika Piel:

„Ich sehe mich in meiner Einschätzung bestätigt, dass diese Auseinandersetzung im Grunde nur medienpolitisch und nicht juristisch zu lösen ist.“

Das ganze geht zurück auf die unsägliche Änderung des Rundfunkstaatsvertrages von 2008, wo festgelegt wurde, dass der Rundfunk im Internet nicht den Verlegern Konkurrenz machen darf. Seither dürfen Internet-Streams von Sendungen nur mehr 7 Tage und Sport nur 24h veröffentlicht werden, alles andere muss inhaltsleer und mit Sendungsbezug sein. Kurz: Im Medium der Zukunft darf der Rundfunk nur kastriert auftreten, damit er nicht zu attraktiv ist. Was habe ich mich darüber schon geärgert.

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Blender Kurzfilm Tears of Steel erschienen

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Tears-of-Steel-Vierter-Open-Source-Kurzfilm-der-Blender-Foundation-1719192.html

Kurzfilm „Tears of Steel“ gemacht mit meiner liebsten 3D Software Blender. Poste ich hier wegen der Technik der Realisierung, bitte nicht inhaltlich sehen, die Transformers-Filme sind nicht meine Leidenschaft. 😉

Alle Blender Kurzfilme dieser Reihe:

  1. http://de.wikipedia.org/wiki/Elephants_Dream
  2. http://de.wikipedia.org/wiki/Big_Buck_Bunny
  3. http://de.wikipedia.org/wiki/Sintel
  4. http://de.wikipedia.org/wiki/Tears_of_Steel